Stadt prüft Jagdverbot im Volkspark

Foto: Michael Nicolas

Nach der heftigen Bürgerkritik an der jüngsten Vogeljagd im Volkspark prüft das Rathaus nun, ob der größte Park in Sterkrade-Mitte befriedet werden kann. Damit wäre das Jagen auf der Grünfläche, die an zwei weiterführende Schulen grenzt, verboten – obwohl die Stadt Oberhausen wohl noch sechs- bis siebenjährige Verträge mit Jägern laufen hat.

In Sterkrade haben Jäger am Nikolaustag fünf Vögel geschossen. Auch wenn das laut Jagdrecht und bestehenden Verträgen mit der Stadt gesetzeskonform ist, waren viele Tierschützer entsetzt. Sie fordern noch immer, dass in von Familien, Spaziergängern und Sportlern genutzten Parkanlagen grundsätzlich nicht mehr gejagt werden soll.

Erst im vergangenen Jahr hatte die Stadt aus ähnlichen Gründen den Kaisergarten als befriedet erklärt. Der Kaisergarten sei ein „attraktives Freizeitareal mit Spielplatz, Rehberger Brücke, einer sich entwickelnden Zooschule“ – also ein Gebiet mit viel Publikumsverkehr.

Manfred Flore (SPD) sagte in der jüngsten Sitzung des Umweltausschusses, dass die Stadt solche Aufregung wie jetzt in Sterkrade meiden solle. „Man muss mit den Jägern das Gespräch suchen. Wenn in einem Bereich nicht mehr gejagt werden kann, kann man dafür vielleicht anderswo einen Ausgleich finden.“

Nach einem Antrag der Ampelkoalition aus SPD, Grünen und FDP sprechen Mitarbeiter des städtischen Bereichs Ordnung nun mit Jägern, um für den Sterkrader Park eine Lösung zu finden. Im März wird über Jagdbezirke, laufende Verträge und die Anzahl geschossener Tiere berichtet.