Stadt Oberhausen befragt Eltern zu Schulen

Wie sieht die Oberhausener Schullandschaft künftig aus? Die Eltern der Schüler der zweiten und dritten Klassen werden jetzt nach ihren Wünschen gefragt.
Wie sieht die Oberhausener Schullandschaft künftig aus? Die Eltern der Schüler der zweiten und dritten Klassen werden jetzt nach ihren Wünschen gefragt.
Foto: WAZ FotoPool / Ingo Otto
Was wir bereits wissen
Das Oberhausener Rathaus will wissen, welche Schulformen die Eltern in Zukunft in der Stadt haben wollen. Fragebögen werden am 9. Februar ausgeteilt.

Oberhausen.. Wie viele Schulen und vor allem welche Schulformen es künftig in Oberhausen geben wird, soll ein neuer Bildungsplan ab 2016 festlegen. Damit der nicht nur auf der Grundlage von Schülerzahlen und Statistik beschlossen wird, will die Schulverwaltung nach den Wünschen der Eltern fragen, „die in die Analyse von Ernst Rösner einfließen sollen“, erklärt Schuldezernentin Elke Münich.

Der externe Schulexperte Rösner erarbeitet derzeit ein Gutachten, das bis Ende Mai dieses Jahres vorliegen soll und „in dem er Empfehlungen hinsichtlich der zukünftigen Gestaltung der Oberhausener Schullandschaft formulieren wird“, sagt Elke Münich. Über die dann die Fraktionen im Rat zu entscheiden haben.

Ihre Chance, sich an diesem Prozess zu beteiligen, können die Eltern der aktuellen Zweit- und Drittklässler wie folgt nutzen: Ab Montag nächster Woche werden die Fragebögen in diesen Jahrgängen direkt an die Kinder verteilt. Bis zum 13. Februar sollen die Grundschüler die von den Eltern anonym ausgefüllten Bögen wieder mitbringen. Die Grundschulen leiten die Umschläge an den Bereich Statistik der Stadt weiter, wo die Fragebögen ausgewertet werden.

OB bittet darum teilzunehmen

Aber was will die Stadtverwaltung wissen? Die Fragen zielen vor allem auf das Wahlverhalten im Übergang von der Grundschule zur weiterführenden Schule ab. „Wir fragen die Eltern zum Beispiel danach, welchen Schulabschluss ihr Kind aus ihrer Sicht erreichen soll“, beschreibt Elke Münich. Die Eltern sollen beantworten, welche Schulform ihr Kind besuchen soll, wenn das Schulangebot in Oberhausen unverändert bestehen bleibt. Das Rathaus will aber auch die Stimmung in der Elternschaft hinsichtlich einer Sekundarschule abfragen: „Würden Sie ihr Kind an einer Sekundarschule anmelden, wenn dazu die Möglichkeit besteht?“ Was das überhaupt ist, eine Sekundarschule, wird in einem beiliegenden Info-Blatt erklärt, in dem auch noch einmal die anderen Schulformen aufgeführt sind.

Bei entsprechendem Interesse in der Elternschaft könnte der neue Bildungsplan die Einrichtung einer Sekundarschule vorsehen. Der Rückbau von Schulen werde punktuell vonnöten sein, das „Zurückführen von Zügigkeiten“ an einzelnen Schulen sei ebenfalls eine mögliche Perspektive, so Münich.

In seinem Anschreiben an die Eltern bittet Oberbürgermeister Klaus Wehling eindringlich, an der Befragung teilzunehmen. Denn je höher die Rücklaufquote bei den 3500 ausgeteilten Bögen ist, „desto überzeugender und akzeptierter sind die Ergebnisse“ (Münich).