Stadt musste Millionen-Loch schließen

Der Oberhausener Kämmerer Apostolos Tsalastras hat im vergangenen Haushaltsjahr ein Finanzloch von 40 Millionen Euro in seinem 700-Millionen-Euro-Etat der Stadt stopfen müssen.

Seine Schätzungen der Gewerbesteuereinnahmen wahren zu optimistisch: 30 Millionen Euro zahlten die Firmen weniger als geplant. Hinzu kamen zuvor unabsehbare Mehrausgaben für die zunehmende Zahl an Flüchtlingen (1,8 Millionen Euro) und notwendige größere Rücklagen für Beamtengehälter (acht Millionen Euro). Tsalastras konnte die Lücke zum größten Teil damit schließen, dass er bei Sachaufwendungen im Rathaus sparte und durch die extreme Niedrigzinsphase für die Altschulden in Höhe von 1,877 Milliarden Euro deutlich weniger Zinskosten hatte. Ein Rest von zehn Millionen Euro blieb allerdings übrig – und dieses Loch musste durch neue Kredite geschlossen werden.

Nach dem ersten Quartal 2015 sieht es nach Angaben des Kämmerers danach aus, dass Oberhausen nicht einen erneuten Einbruch an Gewerbesteuer-Zahlungen befürchten muss. „Wir werden wohl die 90 Millionen Euro im Jahr erreichen“, ist Tsalastras optimistisch.