Stadt: Lage an Ruprechtstraße hat sich verbessert

Tägliche Kontrollen, Gespräche mit dem Vermieter – die Stadtspitze sieht die Problemlage an den zwei mit südosteuropäischen Zuwanderern belegten Mietshäusern an der Alstadener Ruprechtstraße in den vergangenen Wochen deutlich abgemildert. „Der Eigentümer hat eine andere Haltung zur Stadt eingeschlagen, er trifft mit uns Verabredungen, die eingehalten werden“, sagte Ordnungsdezernent Frank Motschull gestern im Hauptausschuss. Die Situation habe sich gebessert.

Der von Anwohnern und einem Bericht in der WAZ vermittelte Eindruck, es habe in der vergangenen Woche ein Sperrmüll-Problem an der Ruprechtstraße gegeben, sei nicht richtig. „Der Sperrmüll hat sich nicht über mehrere Tage angesammelt, sondern es handelte sich um eine ganz normale Sperrmüllabfuhr, die bei der Stadt ordnungsgemäß angemeldet worden war“, sagte Motschull. Bei ihrer ersten Tour hätten die Mitarbeiter der Wirtschaftsbetriebe Oberhausen (WBO) allerdings festgestellt, dass die Sperrmüll-Mengen viel größer waren als erwartet. Deshalb sei man drei Stunden später mit einer Kolonne zurückgekehrt, um den Müll wegzuräumen.

SPD-Fraktionsvorsitzender Wolfgang Große Brömer: „Die Stadtverwaltung hat hier gute Arbeit geleistet. Wir sollten aufpassen, dass wir Probleme an der Ruprechtstraße nicht aufbauschen.“

CDU-Fraktionschef Daniel Schranz lobte ebenfalls die derzeitige Arbeit der Rathaus-Mitarbeiter. „Die Verhaltensänderung der Stadtverwaltung ist zu begrüßen. Die Behörden müssen ihre engmaschigen Kontrollen fortsetzen.“ Anfänglich habe das Rathaus die Schwierigkeiten nicht ernst genug genommen.

Dies bestritt Große Brömer. „Die Probleme wurden und werden nicht verharmlost. Die Stadtverwaltung hat auf die Problemlage gute Antworten gegeben.“ FDP-Gruppenchef Hans-Otto Runkler warnte davor, in der Ruprechtstraßen-Debatte durch „falsche Zungenschläge“ Gruppierungen zu fördern, die „wir nicht in der Stadt haben wollen“. Albert Karschti (BOB) empfahl allen, mehr mit den Anwohnern zu reden.