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Karneval

Spuk in der rollenden Burg

20.02.2012 | 18:23 Uhr
Spuk in der rollenden Burg
Elf Wagen und verschiedene Fußgruppen zogen durch die Straßen von Vondern.Foto: Kerstin Bögeholz

Oberhausen.Schluss, aus, vorbei: Die letzte Kamelle der Narrensession 2011/2012 ist geworfen. Am Rosenmontag wurde in den engen Gassen in Vondern der Straßenkarneval beendet.

Pünktlich um 15 Uhr setzte sich die Karawane an der Schlossstraße in Bewegung. Elf Mottowagen, drei Kapellen und einige Fußgruppen hatten den Weg nach Vondern gefunden. Ein übersichtlicher Zug, der in den engen Gassen des Ortsteils trotzdem bejubelt wird. 6000 Jecken versammelten sich nach Angaben der Polizei am Wegesrand.

Thematisch blieben die Gastgeber des Zuges dem Wahrzeichen des Ortsteils treu: „Es spukt auf Burg Vondern zur Narrenzeit, die Karnevalisten sind zum Feiern bereit!“ Damit spielte die KG Blau-Gelb Vondern auf einen TV-Bericht an. Demnach soll in dem Gemäuer der ehrwürdigen Burg ein Geist sein Unwesen treiben.

Kamelle fliegt direkt in die Wohnzimmer

Ein Narr, wer nicht darüber lacht. Die Vonderner taten es und beklebten ihr Gefährt mit vielen liebevollen Details. Auch ihr zweiter Wagen, der klar politisch Position bezog, konnte mit hervorragender Wagenbaukunst überzeugen. „Atomkraft - Nein, danke!“ Die Gau-Katastrophe von Japan im vergangenen Jahr wanderte auf den Jeckenwagen.

Nicht nur die Motive sorgten für gute Stimmung am Straßenrand. Auch die Kamelle, die von den Wagen regnet, wurde eifrig gesammelt.

Fernseh-Team auf Vonderner Wagen

Obgleich das in Vondern manchmal gar nicht nötig ist. Die Gassen rund um die Burg sind eng. Da reichte es aus, einfach die Fenster zu öffnen. Die süße Pracht flog bis ins Wohnzimmer. Da mussten die Freunde des närrischen Lindwurms nur noch die Blumen-Parade auf der eigenen Fensterbank zur Seite schieben und Musikboxen aufzubauen.

Helau und Tschüß!

Stadtprinz Manfred II. brachte in Vondern sein letztes Wurfmaterial unters Volk. Mit dem großen Prinzenwagen kurvte der Regent genauso wie das Dreigestirn der KG Dampf drauf durch die Gassen.

Der „Zoch“ lockte nicht nur Vonderner an, sondern auch auswärtige Besucher. Aber nur eine Gruppe durfte sogar bei den Hausherren auf einem Umzugswagen mitfahren: Ein Fernseh-Team des WDR drehte in Vondern.

Dirk Hein

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