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Sprung auf die große Bühne

19.06.2009 | 15:22 Uhr

Einmal bei Olgas Rock auf der Bühne zu stehen – davon träumt so gut wie jede junge Rockband der Region. Umso motivierter waren denn auch die sechs Finalisten der diesjährigen Auflage des Bandwettbewerbs „Best of Unsigned” am Sonntagabend im Zentrum Altenberg.

Denn als Preise waren nicht nur ein Tonstudioaufenthalt und die Produktion eines Musikvideos ausgeschrieben, sondern auch zwei Auftritte bei Olgas Rock.

So hatte es auch bei den Jungs der Essener Band „Arme Ritter” geklingelt, als sie diese zwei Worte hörten: Olgas Rock. „Dort zu spielen wäre absolut geil”, sagte Sänger und Gitarrist Manni kurz nach dem eigenen Auftritt in Altenberg. „Wir wollen unbedingt gewinnen.” Doch daneben geht es den vier Jungs in den Zwanzigern vor allem darum, Spaß auf der Bühne zu haben. Und wenn dann vor der Bühne auch mal neue Gesichter auftauchen, seien sie natürlich noch motivierter, sagt Gitarrist Wadim.

Das „Best of Unsigned”-Festival lebt aber vor allem davon, dass die Bands ihre eigenen Fans mitbringen. Nicht zuletzt hat auch der Zuschauerpreis eine enorme Bedeutung. Und so sorgten vor allem die mitgebrachten Fans bei den etwa 20-minütigen Auftritten der Bands für Stimmung vor der Bühne, klatschten mit und tanzten teilweise sogar zu den Songs. Die waren von Band zu Band sehr unterschiedlich – Ausdruck für die Individualität der Bands, die in den letzten Wochen ja bereits alle eine Vorrunden-Abstimmung gewonnen hatten. Ob melodischer Deutsch-Rock der Armen Ritter, harte Rockmusik der Bochumer Formation Since oder der mehrstimmige Gesang mit zwei Frauen-Stimmen von Newphoria aus Dortmund – die Bands im Finale haben alle ihren spezifischen Charakter gefunden.

Bei Newphoria überraschte vor allem Sängerin Sarah mit glasklarer, dynamischer Stimme. Getragen vom unglaublich treibenden Rhythmus von Schlagzeuger Rüdiger stand aber die ganze Band richtig unter Strom. Auf ihren Gesang angesprochen, sagte Sarah: „Ich singe, seit ich klein war.” Bis auf eine kurze Zeit mit Gesangsunterricht habe sie sich alles selbst beigebracht.

Die Eigenständigkeit will auch der Veranstalter unterstützen: „Wir wollen junge Bands aus der Umgebung fördern und ihnen ein professionelles Umfeld für einen Auftritt bieten”, sagt Kevin Kerndl vom ausrichtenden Verein Rocko, der auch Olgas Rock organisiert. Die gerade einmal 120 Gäste boten allerdings eine eher enttäuschende Kulisse. Bei Olgas Rock wird es für die Siegerbands Arme Ritter, Thalamus aus Duisburg und Moers sowie Zero aus Essen sicherlich anders aussehen.

Andreas Eichhorn

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