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Spionage-Museum am Centro

09.12.2011 | 07:00 Uhr
Spionage-Museum am Centro
So könnte es im Inneren des neuen Museums an der Marina Oberhausen aussehen.

Oberhausen.Im März 2012 soll die weltgrößte Ausstellung ihrer Art an der Marina Oberhausen eröffnen - im Gebäude der Modellbahnwelt. Diese schließt im Januar wegen Umbau.

Da darf man ruhig einmal schmunzeln: Bei dem wohl gehüteten Geheimnis um den angekündigten neuen touristischen Magneten am Centro handelt es sich ausgerechnet um ein Spionage-Museum . Im März 2012 soll die interaktive Ausstellung „Top Secret“ für Kinder ab acht Jahren gegenüber dem Sealife-Aquarium eröffnen – in dem Gebäude, in dem derzeit die Modellbahnwelt zahlreiche Besucher anlockt.

Miniaturwelt zieht um

Die Miniaturwelt bleibt der Neuen Mitte aber erhalten. Die Ausstellung zieht lediglich innerhalb des Gebäudes um und muss deshalb während der notwendigen Umbauphase ab dem 8. Januar 2012 für einige Wochen schließen. Im Frühjahr, so verspricht die Geschäftsführung, öffnet sie mit neuen Attraktionen wieder.

Das Ruhrgebiet in H0

Die Spionage-Ausstellung nun soll die weltweit umfangreichste ihrer Art sein: 2000 Quadratmeter, 3000 Exponate, weitere 10 000 im Fundus, mit denen die Schau stetig aktualisiert werden soll. Betreiber des neuen Museums ist die „Mehr Entertainment GmbH“, die unter anderem auch das Starlight-Express-Theater in Bochum führt. Für das Oberhausener Projekt hat das Unternehmen die „Institut für Spionage GmbH“ gegründet - und sich fürs Marketing eine bekannte Oberhausener Größe ins Boot geholt: Tanja Munzig, die Frau, die das Sealife und unsere Stadt mit dem WM-Kraken Paul in die Weltpresse gebracht hatte.

Kleines Kino soll zum Museum gehören

Munzig kündigt für das neue Museum ein deutschlandweit einzigartiges Konzept an: Aus einem Fundus von 13 000 Exponaten gibt es allerlei technische Errungenschaften zu sehen, von der Zeit der Meisterspione über den Kalten Krieg bis hin zur Datenspionage im Zeitalter des Internets. Auch soll ein kleines Kino zum Museum gehören.

Die Exponate stammen aus der Hand des privaten Sammlers Heinrich Peyers. Besucher können sich diese nicht nur anschauen, sie sind künftig auch zum Anfassen und Ausprobieren eingeladen. „Ein Mitmachmuseum für Klein und Groß“, verspricht Munzig. Die Ausstellung werde sich an Familien, junge Erwachsene und Kinder richten.

Kindermuseum mehrfach geplant

„Ein ähnliches Museum gibt es nur in Washington D.C.“, sagt Burkhard Koch, Geschäftsführer der Tourismus & Marketing. Dort laufe das „Spy Museum“ sehr erfolgreich. „Oberhausen hat sich als Standort gegen mehrere Großstädte durchgesetzt.“

Im September wurde bekannt, dass am Centro ein neuer touristischer Höhepunkt entstehen soll. Beschrieben wurde dieser bisher allerdings als ein historisches Angebot für Kinder. In der Vergangenheit war ein solches Kindermuseum mehrfach geplant gewesen, unter anderem war die Idee aber an der Finanzierung gescheitet. Über die Höhe ihrer Investition macht die „Mehr Entertainment GmbH“ keine Angaben.

Stephanie Weltmann

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