Sperrmüll-Abholung - Positives Fazit

Bis zu 3400 Sperrmüll-Anmeldungen gibt es pro Monat.
Bis zu 3400 Sperrmüll-Anmeldungen gibt es pro Monat.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Die Verwaltung ist 14 Monate nach der Umstellung zufrieden: weniger Sperrmüll, aber mehr eingesammelte Elektrogeräte und kaum noch wilde Müllkippen.

Oberhausen.. Die Umstellung der Sperrmüllabfuhr in Oberhausen ist ein voller Erfolg – zu diesem Ergebnis kommt die Stadtverwaltung nach etwas mehr als einem Jahr nach dem Start der Abholung auf Abruf: So hat sich die Sperrmüllmenge insgesamt verringert, auch wurden weniger wilde Müllkippen gemeldet. Zudem konnte die zuständige Wirtschaftsbetriebe Oberhausen GmbH (WBO) deutlich mehr Elektrogroßgeräte einsammeln und dadurch weitere Erlöse erzielen.

Seit dem 1. Oktober 2013 wird im gesamten Stadtgebiet der Sperrmüll nicht mehr an festen Terminen sondern auf Abruf abgeholt. Die Erfahrungen der vergangenen 14 Monate seien sehr positiv, so die Aussage der Verwaltung. „Von den Bürgerinnen und Bürgern werden besonders die Serviceverbesserungen bei der Wartezeit der Sperrmüllabholung sowie die Abholung der schweren Großelektrogeräte direkt aus dem Haus / der Wohnung begrüßt“, heißt es in einer aktuellen Vorlage für die nächste Sitzung des Umweltausschusses. Bis zu 3400 Anmeldungen pro Monat gab es bislang in der Spitze.

In nur zwei Prozent der Fälle werden Abfälle dazugestellt

Die negativen Begleiterscheinungen des alten Systems wie Sperrmüllfledderei und Suchverkehre in engen Anliegerstraßen seien nahezu verschwunden. „Hierdurch können auch die Erlöse für den Gebührenzahler deutlich erhöht werden, was zur Stabilisierung der Gebühren beiträgt. Unerwartet auftretende Probleme konnten dank der intensiven Zusammenarbeit zwischen Hotline, WBO und Abfallberatung jeweils kurzfristig und dauerhaft behoben werden.“ Nur in zwei Prozent der Fälle würden Abfälle dazugestellt, die kein Sperrmüll sind und deshalb nicht mit abgeholt werden – etwa Hausmüll in Säcken.

Vor der Umstellung sind in Oberhausen im Schnitt etwas mehr als 1000 Tonnen Sperrmüll pro Monat angefallen – aktuell sind es durchschnittlich nur noch etwa 850 Tonnen. Gleichzeitig konnte jedoch die Sammelmenge von Elektrogroßgeräten fast verdoppelt werden und liegt heute im Schnitt bei etwa 110 Tonnen im Monat. Auch die Erlöse konnten dadurch gesteigert werden: Konnte die WBO vor der Umstellung im Schnitt etwas weniger als 3000 Euro im Monat durch die Vermarktung der Geräte erzielen, sind es nun durchschnittlich 6700 bis 6800 Euro im Monat.

Getrenntsammlung von Metallen ermöglichen

Nicht nur die höheren Einnahmen sind positiv zu sehen. Gleichzeitig werden mit dem neuen System auch die Vorgaben des Kreislaufwirtschaftsgesetzes beachtet, das illegale Absammeln und die umweltgefährdende Teildemontage einzelner Geräte durch Sperrmüllfledderer unterbunden, so die Verwaltung. Ausgeschlachtete Kühlschränke, aus denen Kühlmittel leckt, gehören der Vergangenheit an.

Zukünftig soll die Getrenntsammlung von Metallen ermöglicht werden – dafür solle die WBO ein separates Fahrzeug anschaffen.