Spendenkonto für Somalier wächst

Es gibt sie zum Glück, die Solidarität mit den Menschen, die ihr Heimatland verlassen mussten, weil sie dort in Lebensgefahr waren. Am 20. Dezember berichtete diese Zeitung über einen jungen Somalier, der als Flüchtling nach Oberhausen kam und der in der „Internationalen Förderklasse“ des Hans-Sachs-Berufskollegs unterrichtet wird. Da dem jungen Mann die Abschiebung nach Malta droht, dem ersten europäischen Land, in dem er Zuflucht fand, bat die Flüchtlingsberaterin beim Evangelischen Kirchenkreis, Evelyn Meinhard, um Spenden für den jungen Somalier.

Mit dem Geld sollte nicht nur ein Rechtsanwalt, der die Abschiebung verhindern soll, sondern auch eine Therapie des traumatisierten Flüchtlings bezahlt werden.

Zunächst rief die Schulleitung zu Spenden auf. Nur kurze Zeit später hatte man bereits 500 Euro zusammen. Mittlerweile sind es 1315 Euro.

Nur zur Information: Malta mag ein sicheres Land sein. Eine soziale Absicherung gibt es dort genauso wenig wie in Italien. Das heißt, die betroffenen Menschen landen auf der Straße. In der „Internationalen Förderklasse“ des Hans-Sachs-Berufskollegs wird auch ein junger Flüchtling unterrichtet, der zunächst in Italien Asyl fand. Dort lebte der junge Mann völlig mittellos auf der Straße.