SPD in Oberhausen: „Wir müssen uns von unten erneuern“

Die SPD will sich mehr um Probleme direkt vor Ort kümmern, wie etwa Schlaglöcher.
Die SPD will sich mehr um Probleme direkt vor Ort kümmern, wie etwa Schlaglöcher.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Sozialdemokraten sind über das Ergebnis der Wiederholungswahl in Sterkrader Heide schockiert: über 58 Prozent für CDU und BOB.

Oberhausen.. Die überraschend hohe Wahlschlappe bei der Wiederholungswahl in Sterkrade-Heide hat die Oberhausener Sozialdemokraten aufgeschreckt. „Im Moment läuft die Stimmung in der Stadt massiv gegen uns – und das ist schwer zu drehen“, sagt ein SPD-Mann etwas ratlos.

Dass der Wahlkreis gegen den CDU-Mann Helmut Bennewa verloren ging, ist das eine. Aber dass CDU und BOB gemeinsam 58 Prozent holen und die Ampelkoalition aus SPD, Grünen und FDP nur 39,2 Prozent, lässt selbst begeisterte Sozialdemokraten grübeln.

Plakate gegen den Lärm

Dabei hat die SPD-Parteizentrale an der Schwartzstraße viel für den Wahlkampf in Heide getan: Infoveranstaltungen, Bürgerbegehungen, Briefe an viele SPD-Stammwähler – sogar am Ende noch zusätzlich Plakate mit Vor-Ort-Themen geklebt, gegen den Lärm, für das grüne Alsbachtal. SPD-Vize Bernhard Elsemann ist nicht nur traurig über das Ergebnis und die miese Wahlbeteiligung von 26 Prozent, sondern erstaunt darüber, wie das Bürgerbündnis BOB ohne wahrnehmbaren Wahlkampf fast zehn Prozent der Stimmen holte.

Konsequenzen für seine Partei seien unvermeidlich. „Die Erneuerung muss von unten an der Basis ansetzen. Wir müssen in den Quartieren eine nachvollziehbare, anfassbare Politik machen – das ist der Schlüssel. Dazu gehört beispielsweise das Schlagloch auf der Straße, um das man sich sofort kümmern muss“, schlussfolgert Elsemann. „Die Oppositionsparteien haben derzeit einfach das bessere Blatt als diejenigen, die regieren. Denn die haben keine Wohltaten zu verteilen.“