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Sparda-Bank wächst durch Bankenkrise

09.08.2012 | 06:00 Uhr
Sparda-Bank wächst durch Bankenkrise

Oberhausen.   Mehr Neukunden, steigendes Geschäftsvolumen

Von den nicht selten falschen Versprechen und der fortdauernden Bankkrise profitieren gerade diejenigen, die Solidität und in Sachen Rendite eine gewisse Zurückhaltung pflegen – so schreibt dies Sparda-Filialleiter Wolfgang Röer zumindest seiner Bank gut.

Die Zahlen geben ihm offenbar dabei Recht: Beide Dependancen in Alt-Oberhausen und in Osterfeld verzeichnen einen guten Zuwachs bei den Neukunden. Und auch vom Spargeschäft kann er nur Positives berichten.

Bank sucht Vertrauen

Das bedeutet Wachstum für die Bank: Die Zahl der Neukunden etwa stieg im laufenden ersten Halbjahr um 396, obwohl die Konkurrenz – damit meint der erfahrene Banker gerade das Online-Geschäft – hingegen „beinhart“ ist. Man ist damit auf dem guten Weg, das Niveau des vergangenen Jahres 2011 zu erreichen (etwa 600).

Beide Filialen betreuen derzeit 20.883 Kunden – der überwiegende Teil ist über 45 Jahren. Das Ziel, 30 Prozent an jungen Kunden etwa Studierenden und Berufsanfängern zu gewinnen, habe man in diesem Jahr aber erfüllt.

Filialleiter Wolfgang Röer sieht daher den Kurs der Sparda-Bank bestätigt, welche als Genossenschaft „die Mitgliederförderung der Gewinnmaximierung vorzieht. Das Verhältnis zum Kunden ist beinah familiär“. Zum besonderen Prinzip der Sparda-Bank gehört aber, dass jährlich Dividenden an die Genossen ausgegeben werden, zuletzt 5,95 Prozent.

Zu den vertrauensbildenden Maßnahmen zähle nicht weniger, dass man Anlegern jedes halbe Jahr eine Beratung anbiete. Das sei - laut Röer – häufiger als in der Branche üblich, aber angesichts des augenblicklichen Trends angemessen. Denn lange Laufzeiten seien out, es gehe in Richtung Einjahres-Anlagen und sogar Tagesgeld – höhere Zinsen gebe es auf langfristige Anlagen seit 2009 ohnehin nicht mehr.

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