Das aktuelle Wetter Oberhausen 11°C
Polizeistatistik

Sorgenkinder mausern sich

03.03.2010 | 19:45 Uhr

So wenig Straftaten wie seit zehn Jahren nicht mehr registrierte die Oberhausener Polizei 2009. Als Polizeipräsidentin Heide Flachskampf-Hagemann und Kriminaldirektor Peter Sterner die Kriminalstatistik vorstellten, freuten sie sich über die auffällig niedrige Zahl:

Von 20 839 Fällen, von denen 12 108 aufgeklärt werden konnten.

Für besonderes Aufsehen hatte 2009 ein Verbrechen gesorgt, bei dem eine Frau ihre Nachbarin mit zahlreichen Messerstichen umgebracht hatte. Ebenfalls dramatisch: Bei einem Eifersuchtsdrama stach ein Mann auf seine Ehefrau ein und verletzte sie schwer. Zum Glück blieb es bei diesen beiden schweren Delikten. Dafür stieg die Zahl der Wohnungseinbrüche dramatisch an von 544 in 2008 auf 731 im vergangenen Jahr. „Das liegt daran, dass zum ersten Mal auch im Sommer verstärkt eingebrochen wurde“, verdeutlichte die Polizeipräsidentin. Warum das so war, weiß man nicht. 2009 hatte man auf diesem Sektor bereits eine „Kommission mit recht vielen Leuten“ im Einsatz und will auch in diesem Jahr weiter intensiv daran arbeiten. „Weil es eine enorme Belastung für die Opfer ist, sich zu Hause nicht mehr sicher zu fühlen“, so Heide Flachskampf-Hagemann.

Die Polizei in Oberhausen hatte zwei „Sorgenkinder“, die sich gemausert haben. Sowohl bei der Jugend- als auch bei der Gewaltkriminalität setzte sich eine positive Entwicklung fort. So ist seit 2005 ein deutlicher Rückgang der Straftäter unter 21 Jahren zu beobachten. Die Zahl sank von 3066 auf 2136 (-30,3 Prozent). Zur Bekämpfung der Jugendkriminalität knüpfte die Polizei Netzwerke, setzte auf spezielle Konzepte für Intensivtäter und darauf, allgemein bessere Perspektiven für Jugendliche zu entwickeln.

Weniger schön: Diebstähle führen mit 40,4 Prozent die Liste der Straftaten an. „Diebstahldelikte zeichnen sich dadurch aus, dass sie schwierig aufzuklären sind“, sagte die Polizeipräsidentin. Noch eine Besonderheit: Beim Straßenraub gab es 2007 eine Spitze mit 219 und 2009 einen positiven Tiefstand von 87 Fällen und das wohl auch, weil Räuber zu 80 Prozent junge Leute sind. Und die sind ja nun 2009 seltener straffällig geworden.

Andrea Micke

Facebook
 
Kommentare
04.03.2010
10:42
Sorgenkinder mausern sich
von stromer1953 | #3

Da tun einem ja die Augen weh, wenn man die
Kommentare 1 & 2 liest!

04.03.2010
05:19
Sorgenkinder mausern sich
von Vogelfutter | #2

Wenn das amt so falsch behandelt gegen die
Menschen dan brauche man nicht zu
Wundern warum das sozialsystem soo unruhe
Ist

04.03.2010
05:01
Sorgenkinder mausern sich
von Vogelfutter | #1

Die ursache liegt an gesellschaft der Politiker
Und das arbeitsmarkt das sind die ursache
Machen mit ihrem druckmittel auszuüben
Gegen die menschen

Da brauche man nicht zu wundern warum soo unruhe Kommt Da liegt das problem

Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/3430591/create

Umfrage der Woche
Die Stadt Oberhausen hat zu Bürgerversammlungen zum Sparpaket eingeladen und ein Online-Forum geschaltet, in dem Bürger ihre Meinungen zu den Sparvorschlägen für den städtischen Haushalt kundtun können. Was halten Sie von dieser Form von Bürgerbeteiligungen?

Die Stadt Oberhausen hat zu Bürgerversammlungen zum Sparpaket eingeladen und ein Online-Forum geschaltet, in dem Bürger ihre Meinungen zu den Sparvorschlägen für den städtischen Haushalt kundtun können. Was halten Sie von dieser Form von Bürgerbeteiligungen?

Captcha

Bitte übertragen Sie den Code in das folgende Feld:

Wort unleserlich? (Neuladen)

 
Aktuelle Fotos und Videos
Brings im Ebertbad in Oberhausen
Bildgalerie
Konzert
Stimmen zum Rauchen
Video
Video
Radrennen in Oberhausen
Bildgalerie
Pfingstradrennen
Wohnhausbrand in Lirich
Bildgalerie
Feuer
Aus dem Ressort
Bald beginnt die Sterkrade Fronleichnamskirmes
Volksfest
Das Volksfest sei nicht weniger bedeutsam als Crange, finden Schausteller. Am Mittwoch geht’s los.
Rot-Grün: Hallenbäder bleiben offen
Kommunalpolitik
Oberhausener Regierungskoalition beerdigt Sparplan der Stadtverwaltung. Schließung von Sterkrade und Alt-Oberhausen sollte 2,7 Millionen Euro bringen