„Sorge vor erneuten Planungsfehlern“

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Zur Straßenbahn. Was nutzt uns in Oberhausen eine Straßenbahn, wenn diese in Mülheim abgeschafft wird? Ist sicher, dass auf Essener Gebiet die Straßenbahn als defizitäres Fortbewegungsmittel bestehen bleibt? Dann bliebe uns eine Straßenbahn, die wir mit hohem Defizit betreiben müssten, um nicht Fördergelder zurückzahlen zu müssen. Politiker sollten nicht die Bürger in die Schulden stürzen, sondern vor Schulden bewahren. Also besser ein „Nein“ zur Straßenbahn.


Nach meiner Einschätzung gab es in der Vergangenheit einige Fehlentscheidung des Stadtrates, die die Bürger eine Menge Geld gekostet haben. Vor Jahren wurde die Fußgängerbrücke über die Mülheimer Straße gebaut. Der Bau hat damals 1,7 Millionen Mark gekostet. Diese Brücke nutzt keinem Menschen etwas, denn in unmittelbarer Nähe befindet sich ein beampelter Überweg.

Der Saporoshje-Platz wurde mit erheblichem finanziellen Aufwand umgestaltet. Ein Rückschnitt der Sträucher hätte ausgereicht und außerdem einen parkähnlichen Charakter bewahrt. Jetzt strahlt dieser Platz eine kühle und ungemütliche Atmosphäre aus. Das Bert-Brecht-Haus wurde bereits in den 80er Jahren mit einem enormen finanziellen Aufwand von ca. 10 Millionen Markumgebaut. Einige Jahre später stellte man fest, dass die Pfeiler schadhaft seien. Es mussten also wieder Millionenbeträge verbaut werden, obwohl der Mangel schon damals hätte erkannt werden können. Die Rehberger Brücke wurde mit einem Kostenaufwand von fünf Millionen Euro erstellt, um die „Emscherinsel“ an den Kaisergarten anzubinden. Eine Notwendigkeit für diese Brücke besteht also nicht. Es ist eine reine „Lustbrücke“. Die Instandhaltung einer solchen Brücke wird Geld in nicht unbeträchtlicher Höhe verschlingen.


Die Straßenbahnlinie nach Mülheim ist eine Katastrophe, denn wegen der Straßenbahn wechselt die Straßenführung für Autos mehrmals von zwei Fahrspuren auf eine eineinhalbe Fahrspur und umgekehrt. Das geht eindeutig zu Lasten der Verkehrssicherheit.

Als Bürger hat man die Sorge, dass nun bei der Straßenbahnlinie 105 wiederum Planungsfehler gemacht werden und man letztlich mit dem veranschlagten Geld nicht auskommen wird.