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Festival für elektronische Musik

So sicher ist Ruhr in Love in Oberhausen

24.06.2011 | 13:33 Uhr
Ein Mekka für Fans der elektronischen Tanzmusik: Ruhr in Love in Oberhausen. Im Vorjahr besuchten 40.000 Menschen das Festival für elektronische Musik, in diesem Jahr rechnen die Veranstalter mit 50.000 Besuchern. Foto: Ulla Emig / WAZ FotoPool

Oberhausen. Am Samstag wollen bis zu 50.000 Menschen bei „Ruhr in Love“ mitfeiern. Seit der Loveparade gelten für Großveranstaltungen strengere Auflagen. Wir beantworten die wichtigsten Fragen zur Sicherheit beim „elektronischen Familienfest“.

Das Gelände der ehemaligen Landesgartenschau bekommt Besuch, die Verwandtschaft gibt sich am Samstag bei „Ruhr in Love“ die Ehre. Auch wenn das Festival der elektronischen Musik gerne als „Familienfest“ bezeichnet wird, im engsten Kreis wird nicht gefeiert: Bereits zum achten Mal kommen 300 DJs mit insgesamt 35 Tanzflächen in den Olga-Park - bisher verlief die Sause ohne größere Zwischenfälle. Nach der Loveparade-Katastrophe vor fast genau einem Jahr in Duisburg stehen Großveranstaltungen aber unter genauerer Beobachtung. Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

„Arrogante Laien bei der Loveparade“

Was unterscheidet „Ruhr in Love“ von der Loveparade?

„Ein Profi hätte eine Veranstaltung wie die Loveparade niemals so durchgeführt“, sagt Nikolaus Schär, Geschäftsführer des Ruhr-in-Love-Veranstalters I-Motion. „Man muss es so deutlich sagen: Da waren arrogante Laien am Werk.“ I-Motion richtet seit 1994 Großveranstaltung der Szene aus, darunter die Mayday in Dortmund.

Werden durch das Ende der Loveparade mehr Besucher bei „Ruhr in Love“ erwartet?

Nikolaus Schär: „Ein klares Nein. Im Gegenteil, das Ende der Loveparade schadet uns. Die Veranstaltung galt als Motor für die elektronische Musik. Die Loveparade hatte auch internationale Strahlkraft.“

Wie sieht das Sicherheits-Konzept aus?

Elektro-Festival
Nur mit Eintrittskarte auf das Gelände

Das Elektro-Festival „Ruhr in Love“ findet am Samstag, 25. Juni, von 12 bis 22 Uhr im Olga-Park in Osterfeld statt. Im Gegensatz zur Loveparade benötigt man eine Eintrittskarte, um auf das Gelände zu gelangen. Maximal 50 000 Personen dürfen in den Park. Geladen ist die Elite der elektronischen Musik. 300 Disk-Jockeys der Musikrichtungen Techno, Dance, Trance, House oder Hardcore bespielen 35 einzelne Tanzflächen. Es legen Szene-Größen wie DJ Quicksilver, Da Hool oder Turntablerocker auf. Nach der Sause im Olga-Park geht es in 20 ausgewählten Clubs bei den Aftershow-Partys weiter. Eintritt: Vorverkauf 19 Euro. Abendkasse: 24 Euro.

„Der Veranstalter hat uns für Ruhr in Love 50.000 Menschen gemeldet“, sagt Horst Ohletz, Bereichsleiter Öffentliche Ordnung der Stadt. Dementsprechend ist mit dieser Zahl auch die Summe der anwesenden Sicherheitskräfte verknüpft. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr kamen 40.000 Personen zu „Ruhr in Love“. Absprachen mit Polizei, Feuerwehr und Stadt wurden getroffen.

Ohletz: „Das Gelände wäre selbst bei einer Auslastung von 50.000 Personen sehr weitläufig. Für den Fall der Fälle gibt es weitere Fluchtwege.“ Die Veranstalter selbst rechnen mit 40.000 bis 45.000 Besuchern - der Vorverkauf dient zur Orientierung. Nikolaus Schär: „Wir haben im Konzept nicht viel verändert, weil wir schon auch in den Vorjahren professionell gearbeitet haben.“ Dazu zähle auch die Abstimmung mit den Behörden, die in Oberhausen laut Schär „gut“ verlaufe.

Am Samstag ist in Sterkrade Kirmestag - und gleichzeitig „Ruhr in Love“. Wie soll der ÖPNV-Verkehr funktionieren?

„Wir setzen 15 zusätzliche Busse ein“, sagt Sabine Müller, Sprecherin der Stoag. „Diese fahren von zehn Uhr morgens bis 0 Uhr in der Nacht.“ Außerdem fahren Shuttle-Busse von den Großparkplätzen an der Max-Eyth-Straße direkt zum Olga-Park. Am Hauptbahnhof wird für die Sonderbusse an der Litfaßsäule hinter dem Kundenzentrum eine gesonderte Haltestelle eingerichtet. Die Stoag empfiehlt Kirmesbesuchern aber, die Zeit des Veranstaltungsendes von Ruhr in Love, gegen 22 Uhr, für die eigene Rückreise Richtung Hauptbahnhof zu meiden.

Die Dopplung von Kirmes und Open-Air-Festival gab es schon einmal. Vor zwei Jahren fand die Kirmes zeitgleich mit der Schlager-Sause „Oberhausen Olé“ statt.

Zugang zur Station „Olga-Park“ wird eingeschränkt

Ist die Haltestellen „Olga-Park“ für eine solche Masse von Menschen geeignet?

Der Zugang zur Haltestellen soll in den kritischen Abreisezeiten (von 16 bis 0 Uhr) eingeschränkt werden. Müller: „Es erhält nur eine begrenzte Anzahl von Personen Zugang zur Haltestelle.“ So soll übermäßiger Zustrom zu den Bussen verhindert werden. Dieses Prinzip wurde bereits im vergangenen Jahr umgesetzt. Das Verfahren habe nach Angaben der Kräfte vor Ort gut funktioniert.

„An den Haltestellen der Busse wird zusätzliches Personal positioniert, um zu verhindern, dass Personen über die Trasse laufen.“

Ruhr in Love 2010

Dirk Hein

Kommentare
24.06.2011
19:18
So sicher ist Ruhr in Love in Oberhausen
von jessiesrevenge | #16

@8 warum soll ich mich denn bitteschön einsperren?? Ich habe keine Angst, sondern einen normalen menschlichen Verstand, wenn ich doch sehe das...
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So sicher ist Ruhr in Love in Oberhausen
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2011-06-24 13:33
Oberhausen