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Winterschutz

So schützt man seine Haut an nasskalten Wintertagen

13.01.2010 | 12:00 Uhr

Im Winter, wenn es kalt und nass ist, braucht die Haut besonders viel Schutz und Pflege. Mehrfach täglich sollte sie am besten eingecremt werden. Dabei brauchen die Hände eine andere Behandlung als das Gesicht. Wichtig: An wolkenlosen Tagen darf man die Sonnencreme nicht vergessen.

Weiß Rat bei trockener Haut: Dr. Hermann Rudolphi.

Rissige Lippen, brennende Wangen, Ekzeme an den Händen: Wer seine Haut bei Minusgraden nicht eincremt, kann schnell sein blaues Wunder erleben. Dr. Hermann Rudolphi gibt Tipps zum richtigen Winterschutz unseres größten Organs.

„Problematisch ist vor allem, dass Heizungsluft und Kälte die Haut austrocknen”, erläutert der Oberhausener Hautarzt. Dabei entstehe rasch ein Feuchtigkeitsmangel. Besonders gefährdet: „Gesicht und Handrücken”.

Hände täglich fünfmal nachcremen

Als Faustregel gilt: „Das Gesicht sollte mindestens zweimal, die Hände dreimal täglich eingecremt werden.” Wer aber schon immer zur trockenen Haut neigt oder in einem sogenannten Feuchtberuf wie etwa als Fleischer, Bauarbeiter oder Reinigungskraft arbeitet, sollte stets eine reichhaltige Creme griffbereit haben. „Denn häufiges Händewaschen strapaziert die Haut zusätzlich”, so Rudolphi. Seine Empfehlung: „Im Handbereich täglich mindestens fünf- bis achtmal nachcremen.”

Denn: „Unsere Haut ist im Winter in etwa so rissig wie die Sahara, nur reichhaltiger Schutz kann diese Risse abdecken und heilen.” Wer auf Creme verzichtet, riskiert, dass die Haut immer trockener, die Risse größer werden. Folge: „Erst kommt es zu Rötungen, dann zur Schuppenbildung, schließlich zum Ekzem.”

Sonnencreme nicht vergessen!

Wer sich in den letzten Tagen ohne Creme auf die Rodelpisten wagte, stellte fest: „Trockene Haut ist bedeutend schmerzempfindlicher.” Eine gleichmäßig verteilte Schicht dagegen lässt Wind, Kälte und Nässe unbeeindruckt abprallen. „Bei wolkenlosem Himmel ist die beste Wahl für Gesicht und Hände eine Sonnencreme”, rät der Experte. Sonst riskiere man auch in unseren Breitengraden rasch einen Sonnenbrand.

Besonderes Augenmerk sollte auf die Lippen gelegt werden. „Denn die Haut an den Lippen ist besonders dünn”, sagt Rudolphi. Kälte, starker, vom Schnee zusätzlich reflektierender Sonnenschein könnten dort schnell Herpesbläschen auslösen.

Konservierungsstoffe können Allergien auslösen

Bei der Wahl der richtigen Mittel sei vor allem wichtig: „Im Handbereich sollte die Creme immer Schutz und Pflege sein, sich angenehm anfühlen”, so Rudolphi. Von ölhaltigen Produkten rät der Dermatologe ab: „Das bleibt nur auf der Haut liegen.”

Für Gesicht und Lippen dürfe es ruhig eine fettreichere Creme sein. „Wer Allergien vermeiden möchte, sollte außerdem darauf achten, dass die Produkte duftstofffrei sind und keine Konservierungsstoffe – insbesondere keine Parabene – enthalten”, betont Rudolphi auch in seiner Eigenschaft als Allergologe.

Barbara Hoynacki

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