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Benzin-Krise

So reagieren Autofahrer auf den Spritpreis-Horror

21.02.2012 | 18:23 Uhr
So reagieren Autofahrer auf den Spritpreis-Horror
Die Preise für Benzin und Diesel erreichen neue Höchststände.

Oberhausen.Benzin und Diesel sind an Oberhausens Tankstellen so teuer wie nie zuvor – die Autofahrer reagieren erbost, die Tankstellenpächter spüren vereinzelt Umsatzeinbußen. „Diese Preise sind verheerend“, schimpft ein Autofahrer am gestrigen Dienstag in der City. „Das ist definitiv viel zu teuer“, sagt ein anderer. „Das ist entsetzlich“, ärgert sich eine Holtenerin.

Durch die Iran-Krise und den im Vergleich zum Dollar stark schwächelnden Euro liegen die Preise für einen Liter Superbenzin derzeit in Oberhausen im Schnitt bei rund 1,66 Euro. Die billigste Tankstelle war am Dienstagnachmittag die Jet-Tanke an der Buschhausener Straße 11 mit 1,599 Euro für Super ; die teuerste war laut Internetportal „clever-tanken.de“ die Aral-Tankstelle an der Bahnstraße 131 mit 1,699 Euro – immerhin 10 Cent teurer.

Angesichts dieser Horrorpreise für Autofahrer versuchen viele, möglichst lange mit dem Tanken zu warten. „In den letzten Tagen ist der Absatz zurückgegangen, am Montag kam dann der große Ansturm“, sagt eine Mitarbeiterin der Shell-Station an der Osterfelder Straße. „Alles wartet darauf, dass es billiger wird“, meint die Verkäuferin der „Eller-Montan“ an der Teutoburger Straße. Viele würden nur noch das Nötigste tanken – und machen nicht mehr den Tank voll.

Fahrradfahren im Sommer

Doch auf einen Preisrutsch kann man nach den Prognosen der Energie-Experten lange warten: Derzeit gehen die meisten Profis davon aus, dass die Ölpreise weiter klettern.

Deshalb versuchen viele Autofahrer zu sparen, wo sie können: So verzichtet eine Holtenerin bereits auf den Einsatz ihres Fahrzeuges. „Nur im Notfall benutze ich meinen Wagen, etwa für den Besuch meines Arztes in der Innenstadt. Meine Einkäufe erledige ich möglichst vor Ort in Holten.“ Eine andere Autofahrerin beteuert, nun langsamer und überlegter zu fahren, um weniger Sprit zu verbrauchen. „Im Sommer fahre ich mehr mit dem Fahrrad“, nimmt sich eine Dame vor.

Eine Sparmöglichkeit nutzten derzeit immer noch sehr wenige: Der seit längerem an den Tankstellen angebotene um 3 Cent billiger, aber umstrittene Biosprit E10 ist trotz der Rekordpreise immer noch kein Renner. „Wir haben jetzt immerhin etwas mehr Umsatz bei E10“, heißt es an der „Westfalen Tankstelle“. Die meisten Autofahrer bleiben jedoch skeptisch. „Mit E10 verbrauche ich zwei Liter mehr Sprit pro 100 Kilometer. Am Ende hebt sich der Preisvorteil für mich doch wieder auf“, behauptet einer, der sich selbst als Vielfahrer bezeichnet.

Kaum Beschwerden

Trotz der hohen Spritpreise scheinen Autofahrer aber nicht unbedingt daran zu denken, künftig mehr Bus und Bahn zu fahren. Fragt man einzelne Pkw-Fahrer heißt es: „Wenn man abgelegen wohnt, dann ist es schwierig. Wenn ich tanken muss, dann tanke ich eben.“ So nehmen offensichtlich viele Autofahrer auch diese Preiserhöhungswelle schicksalsergeben hin. „Was bleibt mir anderes übrig. Meine Arbeit zwingt mich ja zum Autofahren“, meint ein Selbstständiger.

So spürt so mancher Tankstellenbetreiber selbst bei diesen Preisen kein verändertes Tankverhalten. „Was sollen die Leute denn auch sonst machen?“, meint ein Tankwart der Aral- Tankstelle an der Vestischen Straße. „Der Verkauf bleibt gleich, wir verzeichnen keine besonderen Vorkommnisse.“

Lautstarke Beschwerden von Kunden, wie in früheren Jahren schon erlebt, sind nach Angaben der befragten Tankwarte bisher so gut wie gar nicht vorgekommen.

Maxi Overfeld

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Kommentare
23.02.2012
13:33
So reagieren Autofahrer auf den Spritpreis-Horror
von FrankNeu | #8

Faszinierend ist mittlerweile unsere Mentalität, dass sich eh nie was ändern wird und niemand unternimmt etwas gegen diesen Wahnsinn. Ich persönlich will mich da nicht davon ausschliessen. Aber letzten Endes haben wir die Macht Veränderungen ins System einzubringen, indem ein jeder von uns z.B. wählen geht und wenn es die eine Partei nicht bringt, dann sucht man sich eine andere aus, bei teuren Tankstellen nicht tanken, das erhöht den Wettbewer, und schliesslich im Sommer bei gutem Wetter auch mal auf das Auto verzichten und mit dem Rad fahren. Die Mineralölkonzerne müssen spüren, dass das Maximum an Preiserhöhung erreicht worden ist und nach diesem Punkt müssen die Einnahmen und damit die Gewinne zurückgehen. Erst dann werden die Könzerne und Ölstaaten reagieren, da sie UNSER GELD wollen. Boykottieren einzelner Marken, wenn dazu aufgerufen wird. Einzeln sind wir schwach, gemeinsam haben WIR die Macht.

22.02.2012
16:39
So reagieren Autofahrer auf den Spritpreis-Horror
von michalek | #7

Da die Bundesregierung die einzige ist die den Mineralölkonzernen die Grenzen aufzeigen kann, wird es höchste Zeit das sie hier Maßnahmen ergreift.
Die Mineralölkonzerne sollten alle gleichzeitig nur einmal im Jahr, an einem vorgegebenen Tag und innerhalb einer festgelegter Zeitspannen die Preise festlegen dürfen. Die Veränderungen der Ölpreise gehören dann, wie für andere Unternehmen auch, zum unternehmerischen Risiko.

22.02.2012
15:11
So reagieren Autofahrer auf den Spritpreis-Horror
von T3-Bus | #6

3,35 DM pro Liter !!!!!

22.02.2012
14:13
Blockierter Kommentar.
von GegenRealitaetsverweigerer | #5

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

22.02.2012
13:32
So reagieren Autofahrer auf den Spritpreis-Horror
von tomatenkiller3 | #4

Und bald steht der unerwartete Osterurlaub vor der Tür, dann wird locker die 1,80 übersprungen ....

22.02.2012
12:56
Blockierter Kommentar.
von GegenRealitaetsverweigerer | #3

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

22.02.2012
11:59
So reagieren Autofahrer auf den Spritpreis-Horror
von mephistos | #2

Um eine Ausrede zur Benzinpreiserhöhungen ist die Mineralölwirtschaft nicht verlegen.
Der Preis reguliert sich aber auch durch Angebot und Nachfrage.
Also das Auto stehen lassen und wieder zu Fuß gehen oder das Fahrrad benutzen.
Denn dann freut sich die Umwelt und Ihre Gesundheit.

22.02.2012
08:09
Teurer Sprit ärgert Autofahrer
von RitaNottenmeier | #1

naja was bring es schon sich zu beschweren? Ändert sich was? Nein und der Tankstellenpächter kann ja auch nichts dafür,dafür steht der falsche Ansprechpartner in der Tankstelle. Ich gehe davon aus das sich die PReise bei 1,80 einpendeln.

3 Antworten
Teurer Sprit ärgert Autofahrer
von karlo58 | #1-1

Na ja-wenn ich sehe,wie noch "geheizt" wird,mal eben zum Zigaretten holen das Auto benutzt wird.....da geht noch was...zur Not auch mal zu Fuß....

Teurer Sprit ärgert Autofahrer
von rheinruhrlaender | #1-2

@#1 Beschweren bringt da gar nichts. In erster Linie liegt es halt an der Krise. Ob die Konzerne trotzdem noch einen drauf setzen, kann man eh nicht einsehen oder ändern. Die Preise haben sich ja überall gleich angehoben und wer bei Aral & Co tankt, ist selbst schuld.
Es wird natürlich mal wieder nur vorrübergehend sein, die Preise werden aber nicht mehr zum alten Stand runter gehen. Man sollte eher für sich selbst Vorkehrungen treffen und auf alternative Energien und etc umsteigen - auch wenn es das recht teuer ist... ewig wird das Öl eh nicht bezahlbar sein.

@#1-1 Die Heizer sind eh meist die, die keinen Cent dafür zahlen sondern Tankkarten des Arbeitgebers besitzen. Aber das viele für ein paar Meter das Auto anwerfen, kann ich auch null verstehen. Man sieht ja fast keine Fussgänger mehr.

So reagieren Autofahrer auf den Spritpreis-Horror
von GegenRealitaetsverweigerer | #1-3

Die Dollarpreise sind kaum anders als 2008, wir müssen aber endlich Italien, Griechenland und co aus dem Euro werfen, damit der euro wieder mehr wert ist und somit der Rohölpreis in Euro sinkt (2008 war der Euro 0,20 Dollar mehr wert....nur mal als Größenordnung, damals lag der Preis schon um 1,50, heute bei fast 1,70, ist also nicht unrealisitsch nach Adam Riese.

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