Skihalle in Oberhausen gerät unter Zeitdruck
18.09.2011 | 16:52 Uhr 2011-09-18T16:52:00+0200
Oberhausen.Langsam wird es eng für Joachim Herden: Sollte der 38-Jährige nicht bald mit dem Bau seiner angekündigten Skihalle beginnen, verliert er seinen Anspruch auf das 2010 erworbenen Teilgrundstück des ehemaligen Elektrostahlwerks an der Osterfelder Straße. Das bestätigte Basil O’Malley, Finanzchef des Grundstückseigentümers „Euro Auctions“, gegenüber dieser Zeitung: „Zwei Jahre nach Vertragsunterzeichnung muss das Grundstück auch so genutzt werden, wie es vertraglich vereinbart wurde.“
Entgegen der allgemeinen Skepsis in dieser Stadt glaubt O’Malley aber weiterhin fest an das Skihallen-Projekt „Grand Alpin“. „Wir sind sehr zufrieden, wie es sich entwickelt und arbeiten weiterhin eng mit Joachim Herden zusammen“, sagte er. Dass „Grand Alpin“ erst 2012 eröffnet werden solle, sei kein Anzeichen dafür, dass Finanzierungsmodelle nicht ausreichten oder das Projekt nicht verwirklicht werde. „Der ursprüngliche Zeitplan war zu eng gesteckt, dieser nun ist sehr viel realistischer.“
Das große Schweigen um "Grand Alpin"
Herden selbst schweigt zum Fortgang. Äußern wolle er sich derzeit nicht, teilte er telefonisch mit. Aktuell ist er vor allem als Präsident des Essener Eishockey-Vereins „Moskitos“ in den Medien: Nachdem Herden den Verein im November 2010 vor der Beinahe-Insolvenz bewahrte, wurde ein erneuter Antrag im Februar gestellt. Das Verfahren läuft noch.
Joachim Herden hatte im Mai 2010 ein rund 65.000 Quadratmeter großes Filetstück des Areals gekauft, um dort unter dem Namen „Grand Alpin“ eine Skihalle mit einer rund 380 Meter langen und 60 Meter breiten Skipiste zu bauen. Geplant sind zudem eine Eislaufhalle im unteren Bereich der Halle mit rund 300 Zuschauerplätzen, ein integriertes Parkhaus mit über 900 Parkplätzen und eine Außenanlage. 85 Millionen Euro sollen investiert werden.
Erste Zweifel an dem Projekt kamen allerdings auf, nachdem der finnische Hotelkettenbetreiber und Partner Herdens, Perti Yliniemi, Anfang dieses Jahres mitteilte, nicht länger Hauptinvestor des Großprojekts zu sein.
Rätsel um angebliche Investoren
Herden kündigte kurz darauf an, dass sich der Bau der Halle, der ursprünglich bereits vor einem Jahr beginnen sollte, weiter verzögern werde. Beim eingereichten Bauantrag fehlten bald wichtige Unterlagen, die Kosten für ihre Bearbeitung hat Herden auch erst nach Ablauf der gestellten Frist beglichen.
Mehrfach erklärte Herden zudem, eine neue Investorengruppe aufgetan zu haben, die sich an „Grand Alpin“ beteiligen wolle; bisher kennen die Entscheidungsträger in dieser Stadt aber weder diese Investorengruppe noch die aktuellen Pläne der Skihalle.
Kontakt zu Joachim Herden haben nur noch wenige in Oberhausen; allgemein wird bei den Verantwortlichen in dieser Stadt damit gerechnet, dass „Grand Alpin“ nicht umgesetzt werden wird – oder wenn, dann ohne Herden.
Kaum Erfahrung mit dem Skihallen-Betrieb
Denn bisher hat Herden kaum Erfahrungen darin, wie eine solche Skihalle überhaupt betrieben wird. Zwar war er nach eigenen Angaben an der Entwicklung des Alpincenters in Bottrop beteiligt, wurde dort aber nicht lange beschäftigt.
Brancheninsider, bei denen Herden immer wieder mit dem gleichen Skihallenkonzept vorstellig geworden sein soll, das er erst in Jakarta, später in Berlin und nun eben in Oberhausen realisieren will, bezeichnen ihre Geschäftsbeziehung zu dem Bottroper als „Never ending story“. „Was Joachim Herden angeht, sind wir gebrannte Kinder“, fassen diese Leute sehr deutlich ihre Erfahrungen zusammen, wollen aber ihren Namen nicht in der Zeitung lesen.

13:53
@proterra @ rlo =alles genau auf den Punkt gebracht.!!..Mit dieser Abzocker-Nomad Stadt OB kann nur ein kürzeres Teil ziehen....der selbsternannte Geschäftsmann das absolut nichts kann!
12:27
Na, ein wenig Skepsis ist mittlerweile geboten. Als Oberhausener und auch Eishockeyanhänger der Moskitos und in Gelsenkirchen lebend, verfolge ich diesen Herrn mit großer Sorge...
Er hat in Essen, vorsichtig gesagt, einiges wohl nicht eingehalten, von dem, was er versprach.
Galt kurzfristig als der Hoffnungsträger und entpuppte sich als sehr heisse... na Ihr wisst schon.
Ich weiss nicht welche Projekte er schon durchgezogen hat - aber ich denke liebe Stadt Oberhausen - der Topf könnte heiss sein und die Gefahr sich zu verbrennen sehr hoch!
10:07
Mir kommt es so vor, das dieser Mann ein Hochstapler sein könnte
Liebe(r) ellerw1 nicht sein könnte sondern IST!!!
Dieser Mann hinterläßt überall nur verbrannte Erde, nachweislich, umso erstaunlicher ist es das immer noch auch vermeintlich gestandene Wirtschafts-/ Finanz- und Politikgrößen darauf herein fallen aber es werden wohl immer weniger wie ja das Projekt Skihalle zeigt.
Die Vita von JH ist gespickt von ERFOLGLOSIGKEITEN, wer dann noch auf diese Person oder seine ach so genialen Projekte reinfällt tja, dem ist nun wirklich nicht zu helfen.
10:06
@ in bestenFall, kommt anstatt Skihalle ein Eskimo Iglu;)
09:13
Wer Herden kennt, weiß was da passieren wird!
06:55
Gebt mir die Kohle.
Ich baue Euch in Oberhausen ein Märchenschloß !
In dem alle glücklich und zufrieden, drinnen und herum leben können.
Und wenn sie nicht gestorben sind.............
23:24
Kassenbücher von Moskitos??Geist-Iinvestoren für Skihaklle?? 2 Fitnessstudio mit paar Mitglieder und zichtende unbezahlten Rechnungen,Klagen...??Ich würde gerne wissen was sagt Finansamt dazu....
@ Wazzup hat völlig recht....
23:22
die drei sehen doch echt so aus, als würden sie alle paar wochen so ein 85 mio€ projekt professionell und mit links stemmen, oder? im ernst - zwei müssen sich ein freundliches gesicht herausquälen, der dritte lacht noch so lange optimistisch in jede kamera, bis ihm jemand auf den leim gegangen ist und knete herausrückt - bevorzugt auch öffentliche. erst wenn er dann verkünden muss: kohle weg - projekt leider auch, sorry, kommt die ernüchterung. scharlatanerie nennt man so etwas wohl auch.
20:02
lNa endlichlLangsam kommt die Wahrheit ans Licht !! Skihalle??Hä??....;))Er sei ein Meister der Manipulation!...Seine Hauptbeschäftigung war bis jetz:lügen,manipulieren um geld zu kommen.....Der Mann kann sowieso nichts!
Wer der Meinung ist, dass man für Geld alles haben kann, gerät leicht in den Verdacht, dass er für Geld alles zu tun bereit ist.
Benjamin Franklin
19:13
Warum hört man nicht auf die Leute das Ganze von vorn herein als Blödsinn durchschauten?
In Oberhausen dauert es manchmal etwas länger.