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Selten so gelacht

20.06.2007 | 09:12 Uhr

Am EKO helfen zwei Klinik-Clowns kranken Kindern über den Berg."Sovat" kümmert sich um die finanzielle Basis und sucht Sponsoren

"Lachen ist die beste Medizin". Das sagt der Volksmund. Jedoch: Alle Regeln der Kostendämpfung im Gesundheitswesen schließen den therapeutischen Einsatz des Humors kategorisch aus.

Derartige Finanzprobleme können den Einsatz der Klinik-Clowns Greta Margareta (Susanne Kirchhoff) und Krümel (Friederike Bender) - noch - nicht bremsen. Seit April erscheinen sie im Evangelischen Krankenhaus Oberhausen (EKO) dienstags zur Visite auf der Kinderstation, werden dort noch heißer ersehnt als die beliebten Pommes frites.

Im Spannungsfeld zwischen der Krankheit der kleinen Patienten und dem allgemeinen Bemühen, sie wieder gesund zu machen, können die beiden Frauen das strenge Weiß der Station allein schon durch ihre grelle Visagierung und das farbenfrohe Outfit aufbrechen.

In ihren zivilen Berufen Logopädin und Sozialarbeiterin verfügen die beiden Clowns durchaus über das erforderliche Feingefühl im Umgang mit Kranken. In der Rolle der Spaßmacherinnen bieten sich ihnen jedoch andere Wege des Zugangs. "Wir dürfen den Kleinen viel mehr sagen", bekennt Krümel, "uns wird nicht so schnell etwa übel genommen, wir werden ja auch mit offenen Armen empfangen."

Die große Stärke der regelmäßigen Kranken-Besucherinnen liegt in ihrer enormen Flexibilität. Greta Margareta: "Hat sich eine von uns vielleicht einmal ein wenig zu weit nach vorn gewagt, erhält sie von der Partnerin sofort einen lustigen Rüffel. Das entspannt die Situation."

Bei Bedarf erfolgt der Auftritt auch höchst dezent mit leisem Glockenspiel und lautlosen Seifenblasen. Krümel: "Ein kleines Geschenk, ein liebes Lächeln und wir sind wieder aus dem Zimmer."

Der Einsatz der liebevollen Rotnasen basiert auf einer Idee des Soziokulturellen Vereins Altenberg (Sovat e.V.), der sich auch außerhalb seiner Fabrikmauern engagieren wollte. Der Vorsitzende Holger Füngerlings kümmerte sich um den außergewöhnlichen Dienst am EKO, er gewann Oberbürgermeister Klaus Wehling als Schirmherrn für die gesamte Aktion.

Weil die selbst erwirtschafteten Mittel von Sovat arg begrenzt sind, zog die Initiative Kreise, gewann die Gemeinnützige Wohnungsbaugenossenschaft Oberhausen als ihren ersten großen Sponsor. "Das wollen wir", so Vorstand Klaus Landsiedel gestern, "in den nächsten Jahren auch bleiben." Um die gute Sache zu sichern, sind weitere Sponsoren erforderlich. Interessenten erhalten Auskunft bei Sovat unter Tel: 859 780.

Von Frank Eisenhardt

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