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Schwimmspaß an Rhein-Herne-Kanal und Ruhr kann teuer werden

27.07.2013 | 10:00 Uhr
Schwimmspaß an Rhein-Herne-Kanal und Ruhr kann teuer werden
Grundsätzlich ist das Schwimmen im Rhein-Herne-Kanal erlaubt.Foto: Sebastian Konopka / WAZ FotoPool

Oberhausen.  Grundsätzlich ist das Schwimmen am Rhein-Herne-Kanal und an der Ruhr erlaubt. Ausgenommen sind Fahrtrinnen für Schiffe und Stellen in der Nähe von Brücken und Häfen, dort herrscht ein absolutes Badeverbot. Auch das Springen von Kanalbrücken ist untersagt und kostet mindestens 50 Euro.

Wenn die Temperaturen sich beständig um die 30 Grad-Marke bewegen und die Sonne einem die Schweißperlen auf die Stirn treibt, verheißt der Sprung ins Wasser Abkühlung. Vor allem am Wochenende zieht’s viele, die dem Massenandrang auf die Freibäder entgehen wollen, dann an den Rhein-Herne-Kanal oder die Ruhr . Aber Vorsicht: Hier lauern viele Gefahren, erklärt Daniela Krasch, Sprecherin der für den Wasserschutz zuständigen Polizei in Duisburg.

„Erst am vergangenen Sonntag ist eine 22-jährige Schwimmerin von der Tausendfüßlerbrücke gesprungen und hat sich dabei verletzt. Sie musste schließlich mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden“, erzählt die Kommissarin. Und ein Bußgeld gibt’s noch obendrein – denn Sprünge von den Kanalbrücken sind verboten und ziehen eine Ordnungswidrigkeitenanzeige nach sich. Das kann schon mal 50 Euro und mehr bedeuten. „Je nachdem, ob man Wiederholungstäter ist oder andere Menschen gefährdet“, so Krasch. Generell sei das Schwimmen in der Ruhr und dem Rhein-Herne-Kanal aber erlaubt, bestimmte Bereiche sind davon jedoch ausgenommen: „Im Umfeld von Brücken, Wehren, Hafenanlagen und Schleusen gibt es ein absolutes Badeverbot“, so Krasch.

Polizei zeigt verstärkt Präsenz

Die Fahrtrinne der Schiffe ist für Badefreunde ebenfalls tabu, das unter vielen Jugendlichen beliebte Anschwimmen eines Schiffes sollte daher unterlassen werden. „Zudem kann der Sog der Schiffe auch für erfahrene Schwimmer gefährlich werden.“ So verunglückte im August 2011 ein 27-Jähriger im Kanal tödlich, als er nach einem Sprung von der Spundwand in die Sogwelle eines vorbeifahrenden Binnenschiffes geriet.

Um solche tragischen Unfälle zu vermeiden, zeigt die Wasserschutzpolizei Präsenz auf und neben dem Rhein-Herne-Kanal. „An einem schönen Sommertag schreiben die Kollegen einige Anzeigen auf dem Oberhausener Abschnitt.“

Zusätzlich gibt Daniela Krasch Tipps für den sicheren Badespaß: „Nicht von Brücken oder Spundwänden springen. Eltern sollten zudem auf ihre Kinder aufpassen, gerade auch an vermeintlich flachen Stellen. Im Kanal und in der Ruhr lauern viele Untiefen.“ Und das auch bereits in unmittelbarer Nähe des Ufers.

Marcel Sroka

Kommentare
28.07.2013
06:43
@ T.Findteisen | #8
von AuroraBorealis | #9

Die Pfützen der Radwege am RHK sind teilweise mittlerweile so groß und tief, da bedarf es mittlerweile eines Badeaufsehers.
Dass die Pfützen am RHK so...
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http://www.derwesten.de/staedte/oberhausen/schwimmspass-kann-teuer-werden-id8239852.html
2013-07-27 10:00
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