Schwierige Marktlage

Die Stadtsparkasse hat nach den Wirren der vergangenen Jahre zumindest im letzten Jahr ein einigermaßen anständiges Ergebnis eingefahren, richtig gut ist es noch nicht. Denn die Marktlage für Sparkassen und Volksbanken ist mehr als schwierig: Ihr Geschäftsmodell, Geld günstig von Sparern anzukaufen und zu ordentlichen Zinsen an Mittelständler zu verleihen, funktioniert in Niedrigzinsphasen nur schlecht. Die Zinsspanne zwischen Spargeld und Darlehen verringert sich, bei den Sparkassen und Genossenschaftsbanken bleibt zunehmend weniger hängen. Um jedoch die personalintensive Beratung und das noch immer recht dichte teure Filialnetz halten zu können, müssen diese in ihren Städten so verwurzelten Geldinstitute neue Einnahmequellen erschließen. Folge: Die Kunden müssen für die Dienste der Banken tiefer in die Tasche greifen. Zum Glück muss man noch nicht die Anlageberatung direkt bezahlen. Doch dieser Tag ist nicht mehr fern, wenn diese Zinsphase weiter anhält. Auch wenn sich viele Kunden der Sparkasse über die Preiserhöhung nicht gerade freuen dürften: Sie sollten bedenken, dass sie als Kunde der Sparkasse auch für Oberhausen etwas Gutes tun. Kein Geldinstitut macht so viel für unsere Stadt wie die Sparkasse.