Schulstart wie geplant
11.08.2009 | 17:38 Uhr 2009-08-11T17:38:00+0200Stadt wappnet sich mit Hygienemaßnahmen gegen Ausbreitung – Verhaltensregeln für Schüler und Lehrer.
Jetzt haben Lehrer, Schüler und Eltern in NRW Klarheit: Die Schulferien enden wie geplant am nächsten Montag, 17. August. Damit folgt das Land dem Votum einer Experten-Kommission zur Bekämpfung der „neuen Grippe”.
Bei einer Informationsveranstaltung für alle Schulleiter warben die städtischen Bereiche Gesundheitswesen und Schule für besondere Vorsicht und Hygiene, um einer möglichen Ausbreitung der Schweinegrippe durch Urlaubsheimkehrer zu begegnen. Kurzfristig wird eine vergleichbare Veranstaltung für die Leitungen der Oberhausener Kindertagesstätten folgen. Gegenwärtig gibt es in Oberhausen 33 Erkrankte, darunter nur vier, die sich nicht auf Reisen angesteckt haben. Das deutet für Amtsarzt Dr. Hans Henning Karbach darauf hin, „dass unsere Vorsorgemaßnahmen vor Ort greifen”. Umgekehrt ist NRW das Bundesland mit den meisten Erkrankten durch das H1N1-Virus, und mit der Rückkehr vieler Urlauber in Schulen, Kindergärten und an Arbeitsplätze steige die Ansteckungsgefahr.
„Eine der wichtigsten Hygienemaßnahmen ist häufiges Händewaschen”, so der Amtsarzt. Vorsorglich werden alle Toiletten, Waschräume sowie Fachräume und Klassenzimmer, die mit Handwaschbecken ausgestattet sind, mit einer Flüssigseife und Einmalhandtüchern ausgestattet. Für gebrauchte Einmalhandtücher werden Plastiksäcke zur Verfügung gestellt. Neben der schultäglichen Reinigung von Toiletten und Waschräumen werden bis auf weiteres hier auch Türklinken und Handläufe täglich gereinigt.
Zur Vorbeugung in Schulen und Kindertageseinrichtunge empfiehlt der Bereich Gesundheitswesen häufiges Lüften. Kindergartenkinder sollten so oft wie möglich im Freien spielen, um eine Weitergabe der Krankheitserreger zu erschweren. Schwangere sollten ihre Schul- oder Kindergartenkinder nicht in den Räumen in Empfang nehmen.
Der oberste Grundsatz beim Verdacht auf eine Ansteckung: „Wer krank ist, bleibt zu Hause!” Das Gesundheitsministerium schreibt: „Haben Eltern den Verdacht, dass bei ihrem Kind eine Erkrankung vorliegen könnte, sollte dieses vorsorglich zu Hause gelassen werden. Bei bestehenden Krankheitssymptomen – auch im Familienkreis – dürfen Schüler die Schule nicht besuchen. Dies gilt auch für Lehrer und anderes Schulpersonal.”
Tipps und Verhaltensregeln gibt es auf der Homepage www.oberhausen.de (Schnelleinstieg: Neue Grippe).

22:50
Ich frage mich eines: Sauberkeit ist das nicht das Grundwerk einer Erziehung? Pipimachen und hinterher Händewaschen, vor dem essen Händewaschen? Es wird eines massiv in Erinnerung gebracht: Hygiene ist nicht von der Bildung abhängig sondern vom Verantwortungsbewusstsein der Erziehungsberechtigten und Vorbilder!
Viele Kosten im Gesundheitswesen würden durch vernünftiges Händewaschen vermieden werden!
22:24
Sehr gute Entscheidung.
Bei der ganzen Debatte um die Schweingrippe ist auch ein großes Stück Panikmache dabei.
Eine Verlängerung der Ferien hätte ich nicht befürwortet.