Schülern in Oberhausen gehört das Theater

Was wir bereits wissen
Die Schülertheatertage 2015 starten am Montag, 1. Juni, mit „Romeo & Juli 2.0“ um 11 Uhr im Großen Haus. Der Eintritt ist frei.

Oberhausen.. Einmal im Jahr räumen die Profis die Bühnen. Dann gehört das Theater den Schülern. 130 Jugendliche in sechs Gruppen sind es in diesem Jahr, die Dramaturgin Anke Weingarte für die Schülertheatertage auswählte. Wichtig dabei ist ihr, dass alle Schulformen dabei sind.

Eigenproduktionen sind dabei

„Alle Schüler bleiben die ganze Zeit dabei, alle sehen sich alles an“, sagt die Dramaturgin. Anke Weingarte spricht von einem Festival. An diesen drei Tagen passiert dann aber auch viel mehr, als dass die Nachwuchs-Theaterleute nur auf der Bühne stünden. Es gibt einen regelmäßigen Austausch, Nachgespräche und Workshops mit Fachleuten aus dem Haus oder auch von außerhalb.

Und was wird nun eigentlich alles gezeigt? Eröffnet werden die Schülertheatertage am Montag, 1. Juni, um 11 Uhr von der Hauptschule Alstaden mit „Romeo & Julia 2.0“ im Großen Haus.

Noch einmal Shakespeare gibt es etwas später. Akteure der Lise-Meitner-Gesamtschule Duisburg führen „Ein Sommernachtstraum“ auf. Um 18 Uhr im Malersaal.

Alle guten Dinge sind drei oder besser „Kill (B)ill – Nicht der Besuch der alten Dame“. Die Schüler der Gesamtschule Weierheide hätten ja zu gerne Friedrich Dürrenmatts „Besuch der Alten Dame“ aufgeführt, dafür aber viel zu viel zahlen müssen. So entschieden sie sich für eine Eigenproduktion. [kein Linktext vorhanden]

Eigenes Stück mit Live Gesang

Auf ein eigenes Stück setzen auch junge Schauspieler der Heinrich-Böll-Gesamtschule am Dienstag, 2. Juni. „Hey du! – Brennpunkt Schmachtendorf“ haben sie es genannt. „Wir sind alle aus einer Stufe und alle befreundet“, sagt ein Schüler über die Mitspieler. In der Mitte des Stücks, in dem es auch um das Thema Gruppenzwang ginge, stünden dann alle zusammen auf der Bühne. „Hey Du!“ wird auch noch live gesungen. Um 18 Uhr im Malersaal.

Spielern des Bertha-von-Suttner-Gymnasiums gefiel die Handlung der Oper „Die Liebe zu den drei Orangen“ von Sergej Prokofjew so gut, dass sie sie als Stück umarbeiteten. Zu sehen ist es um 19.30 Uhr im Großen Haus. Später geht es um Flüchtlinge, die Absicht der Akteure ist: „Es sollen sich viele Menschen mit diesem Thema befassen.“ „Dreamtown“ heißt die Eigenproduktion der Schülertheater-AG TheaterPuls. Das Stück, das in ziemlich kaltem Licht auf der Hinterbühne aufgeführt wird, setzt auf künstlerisch-ästhetische Aspekte. „Wir haben es geschrieben und entwickelt“, erklärt ein Mitglied der AG. Zu sehen ist „Dreamtown“ um 21 Uhr im Großen Haus.

Tag drei: Der bringt „Faust 2000“ des Literaturkurses des Elsa-Brändström-Gymnasiums. Um 18 Uhr im Malersaal. „Die Physiker“ von Friedrich Dürrenmatt werden um 19.30 Uhr von Schülern des Heinrich-Heine-Gymnasiums im Großen Haus aufgeführt.