Schranz zur Roten Meile: Falsche Antwort

Wenig begeistert zeigt sich der CDU-Fraktionsvorsitzende und Oberbürgermeisterkandidat Daniel Schranz zu Plänen, das Oberhausener Bordell an der Flaßhofstraße schöner zu machen. „Ich denke, dass der Begriff ,schön’ sich an dieser Stelle verbietet“, erklärt Schranz. „Aber über Begrifflichkeiten hinweg ist dies ganz sicher die falsche Antwort auf die Probleme, die mit dem Bordell verbunden sind.“

Ein Anstrich der Häuser löse diese Probleme nicht. Schulen, Kindergärten und Wohnhäuser gehörten nicht in die Nähe von Bordells. „Deswegen werde ich alles daran setzen, den Rotlichtbereich aus der Innenstadt heraus zu verlagern.“ Nach fester Überzeugung des OB-Kandidaten sei dies auch zu schaffen, wenn man es nur wolle. „Natürlich ist die Stadt an dieser Stelle nicht machtlos“, so Schranz. „Andere Städte haben das durch die strikte Einrichtung von Sperrbezirken vorgemacht.“ Das habe Brennpunkte für Drogen und Beschaffungskriminalität entschärft.

Schranz weist darauf hin, dass durch die Verlagerung aus der City auch die Abwärtsspirale bei der Entwicklung des Quartiers aufgehalten werden könne.