Schranz: Rathaus verhindert Jobs in Oberhausen

Daniel Schranz (2. v.li.) mit seinen Unterstützern: Armin Laschet (3.v.re), Ehefrau Andrea, Familie Franken und Wilhelm Hausmann (hi.).
Daniel Schranz (2. v.li.) mit seinen Unterstützern: Armin Laschet (3.v.re), Ehefrau Andrea, Familie Franken und Wilhelm Hausmann (hi.).
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Vertreterversammlung der CDU in Oberhausen kürt Fraktionsvorsitzenden zum OB-Kandidaten. Hundert Prozent Zustimmung. Wahlkampf-Start der CDU.

Oberhausen.. Die derzeitige Stadtregierung und die Verwaltung in den Oberhausener Rathäusern bremst nach Ansicht der CDU die Wirtschaft aus und verhindert Arbeitsplätze. Mit deutlichen Worten kritisierte CDU-Fraktionschef Daniel Schranz auf dem Parteitag des CDU-Kreisverbands die SPD-Politik. Schranz will das Ruder bei der Oberbürgermeisterwahl im September rumreißen. „Wir haben den höchsten Gewerbesteuerhebesatz in ganz Deutschland, damit müssen wir Schluss machen und Flächen für Gewerbe bereitstellen.“

Nicht zufällig fand die Vertreterversammlung, bei der Daniel Schranz offiziell zum Oberbürgermeister-Kandidaten gewählt wurde, in einer Halle von „Franken Apparatebau“ in Sterkrade statt. Die Botschaft: „Die CDU steht an der Seite derjenigen, die Wertschöpfung betreiben, die für Arbeit und Ausbildung in dieser Stadt sorgen“ (Kreisvorsitzender Wilhelm Hausmann). Den Gastgeber und Hausherrn freute es: „Ich hoffe, dass mit dem heutigen Abend eine Initialzündung durch Oberhausen geht“, sagte Wilhelm Franken.

„Ein überwältigendes Ergebnis und ein stolzes Signal“

In geheimer Wahl hoben die 75 Vertreter Daniel Schranz mit hundert Prozent der Stimmen auf den Schild, damit ist der 40-Jährige wie vom CDU-Kreisvorstand vorgeschlagen der OB-Kandidat der Oberhausener Christdemokraten. „Ein überwältigendes Ergebnis und ein stolzes Signal“, bedankte sich Schranz für den Vertrauensbeweis. „Es ist das erste Mal, dass wir eine reelle Chance auf einen Politikwechsel in dieser Stadt haben, und dafür will ich bis zum 13. September kämpfen“, versprach der Kandidat.

Eine investorenfreundliche Wirtschaftspolitik, mehr Bürgerbeteiligung, mehr Transparenz waren Schlagworte in Schranz’ Rede. Viel Applaus erhielt er in der Franken-halle, als er ankündigte, „den Filz durchbrechen“ zu wollen. „Ich will den sozialdemokratischen Selbstbedienungsladen abschließen“, kündigte der OB-Anwärter an.

Armin Laschet als prominenter Unterstützer

Einen prominenten Unterstützer aus den eigenen Partei-Reihen hatte er in Armin Laschet. Der Vorsitzende der NRW-CDU und der CDU-Landtagsfraktion meinte: „Es gibt keinen schöneren Ort, als eine Industrieanlage, um einen solchen Wahlkampf zu beginnen.“ Weniger Bürokratie, eine schneller arbeitende Stadtverwaltung, um Industriearbeitsplätze zu erhalten, forderte auch Laschet. „Oberhausen wird unter Wert regiert.“

Mit Blick auf eine jahrzehntelange SPD-Vorherrschaft feuerte der CDU-Landespolitiker seine Parteikollegen in Oberhausen an, die „alte Arroganz der Macht, die so tut, als ob ihr das Land und die Stadt gehört, zu brechen“.