Schrägparkern drohen nun doch Knöllchen

Schlechte Nachrichten für die Anwohner der Schiller- und der Arndtstraße: Das von ihnen entwickelte Schräg-Park-System wird nicht gestattet. Viele Knöllchen könnten die Folge sein.

Die Parkplatzsuche auf der Arndtstraße war schon vor dem 1. September ein Graus für jeden Anwohner und Besucher. Doch seit dem Herbst vergangenen Jahres ist es noch einmal deutlich schwieriger geworden, das Auto in eine ordnungsgemäße Parklücke zu stellen, weil seitdem Kanalbauarbeiten an der Schillerstraße stattfinden. Auf diese problematische Parkplatzsituation hatte auch NRZ-Leserin Sandra Hill hingewiesen (wir berichteten). Sie und viele andere Anwohner könnten „ihre angemieteten Garagen und Stellplätze auf Höfen nicht oder nur ganz selten erreichen“, schrieb Hill der Redaktion.

Viele würden deshalb auf die Arndtstraße ausweichen, auf der schon zu „normalen Zeiten“ enorme Parkplatznot bestünde. Die Anwohner hätten deshalb ein platzsparendes Parksystem in der Arndtstraße entwickelt: Es wurde schräg auf dem Bürgersteig geparkt. So hätten zwei bis drei Wagen auf einem Parkplatz mit dem Verkehrszeichen 315 parken können. Laut Hill sei auch noch genügend Platz auf dem Bürgersteig für Fußgänger gewesen.

Die Freude über die hinzugewonnenen Parkmöglichkeiten währte allerdings nicht lange, denn die Stadt ließ Hinweiszettel verteilen, dass diese Art des Parken nicht gestattet sei. Knöllchen habe es laut Stadtsprecher Martin Berger aber keine gegeben.

Das könnte sich jetzt allerdings ändern. Die Stadt machte den Anwohnern Hoffnung und ließ prüfen, ob diese Schräg-Parkweise bis zum Ende der Kanalbauarbeiten im März übergangsweise gestattet werden soll. Das ernüchternde Ergebnis: „Das Schrägparken ist auch weiterhin nicht erlaubt“, teilte Berger jetzt mit. Viele Autos würden zu nah an die Hauswände fahren und versperrten somit den Platz für Kinderwagen und Rollstühle. Berger: „Das Problem der Anwohner ist verständlich, aber leider gibt es derzeit keine andere Lösung.“

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