Schön heimelig

Zu: LED-Straßenbeleuchtung. Hallöchen, boah, da komm ich an Altweiber spätabends trunken vor Fröhlichkeit vonnen Frauenkarneval von St. Josef Schmachtendorf, wo se immer mit so Selbstgemachtes ein karnevalistisches Feuerwerk nach dat andere abfackeln, nach Hause und will meinen Besen parken und wat is?! Ich find

dat Schlüsselloch sofort, weil die Venus plötzlich über meine Behausung steht und alles ausleuchtet. Und wie ich mir dat genauer anseh und so nach oben kuck: „Wat en Himmel! Da sind ja mit ein Mal ne Horde Sternkes da oben, die hab ich ja noch nie gesehen! Wo kommen die denn jetzt allemale her?“ frag ich mich. Und sogar direkt über Schmitzens Haus sehen sie aus wie angetackert. Und da ich seh die Kassiopeia und den Mars, den Wassermann, den Jäger und den Hund und den Fuhrmann. „Wat funkeln die Gestalten denn jetzt da oben? Wo wir doch eben erst alle mitsammen gefeiert ham!“ Hat en bisken gedauert bis ich dann gemerkt hab, dat liegt daran, dat sich wat getan hat in meine Straße. Wat sach ich Euch: Wie ich beim Feiern war, haben wohl fleißige Heinzelmännchen

schwer geschafft und neue Straßenlaternen gepflanzt. Und die sind anders. Und wat is dat schön! Endlich kann ich abends den Sternenhimmel bekucken und muss dafür nicht erst anne Nordsee fahren. Siehste, dat Ruhrgebiet hat doch wat heimeliges. Da könnt man sich wünschen, dat es

noch öfters so geht, dat jemand bei die Stadt ein Licht aufgeht und

er-sie so schöne Sachen macht!

Ich grüße Euch vonne Königshardt, wo jetzt auch nachts richtig wat los ist! Wally

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