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Schmuck Schmiemann zieht um

17.01.2013 | 12:51 Uhr
Schmuck Schmiemann zieht um
Derzeit wird das ehemalige Haus von Lederwaren Mos entkernt.Foto: Ulla Emig

Oberhausen. Das Traditionsgeschäft Uhren und Schmuck Schmiemann zieht um. Von der Elsässer Straße 26 geht es einige Meter weiter in Richtung Marktstraße – ins ehemalige Haus von Lederwaren Mos an der Elsässer Straße 44. Dort stehe ihm eine fast doppelt so große Fläche zur Verfügung, nennt Axel Schmiemann einen der Gründe für diesen Umzug. Allein die Geschäftsfläche umfasse rund 240 Quadratmeter. Spätestens im April oder Mai will Schmiemann am neuen Standort eröffnen. Über die Kosten des Projektes gibt der Geschäftsmann keine Auskunft.

Betrieb seit 54 Jahren am selben Standort

Am bisherigen Standort sei der Familienbetrieb sei 54 Jahren, sagt Schmiemann: „Es war immer ein gutes Miteinander mit dem Vermieter.“ Zu dem Schritt, das gut zwei Jahre leer stehende Haus an der Elsässer Straße 44 zu erwerben, habe er sich auch in Erinnerung an seinen 2006 verstorbenen Vater entschlossen: „Er war wie ich Uhrmachermeister und hatte den Traum vom Geschäft in der eigenen Immobilie.“

Sanierung hat begonnen

Die Sanierung des Gebäudes hat begonnen. Schmiemann schmunzelnd: „Im Augenblick machen wir aber noch alles kaputt. Erst wird entkernt, bevor das Neue aufgebaut werden kann.“ Besonderes Augenmerk werde auf die Sicherheitstechnik gelegt. Langfristig sollen nicht nur die Geschäftsräume saniert werden, sondern auch die oberen Etagen, in denen sich – vermietete – Wohnungen befinden.

Neueste Rolex-Corner

Schon jetzt seien die neuen Möbel für das Ladenlokal in Arbeit. Schmiemann verrät, dass es mit dem Umzug ins neue Quartier auch eine Besonderheit geben wird: „Wir werden zum Beispiel eine neue sehr große Rolex-Corner einrichten.“ Am neuen Standort wird Axel Schmiemann den Schwerpunkt Uhren – auch in Form einer Uhrmacherwerkstatt, die überregional agieren wird – noch ausbauen: „Wir werden aber auch weiterhin feinen Schmuck anbieten. Wenn man mich fragt, warum wir das in der Oberhausener City machen: Wir sind seit 54 Jahren hier ansässig, ich bin hier aufgewachsen und mit der Stadt verbunden und bedauere, was in den letzten 20 Jahren mit der Innenstadt geschehen ist. Ich hoffe aber, dass die Entwicklung wieder in eine bessere Richtung geht.“ Zwar sei sein Unternehmen nur ein kleines Rädchen, dennoch versteht er den Umzug innerhalb der City als ein wichtiges Bekenntnis zum Standort Alt-Oberhausen.

Nachfolger gesucht

Um einen Leerstand am alten Standort zu vermeiden, sucht Axel Schmiemann zurzeit gemeinsam mit dem Eigentümer und City-Manager Franz Muckel nach einem Nachfolger. Dieser wertet den Umzug positiv: „Dadurch wird der obere Teil der Elsässer Straße aufgewertet. Für den unteren Teil ist das schade. Aber wir hätten gern mehr von solchen Investoren.“

Astrid Knümann

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