Schlagermekka - Lokal "Diva" in Oberhausen eröffnet

Zur Eröffnung der neuen Tanzlounge "Diva" kamen viele Besucher. Getanzt wurde aber erst zu späterer Stunde.
Zur Eröffnung der neuen Tanzlounge "Diva" kamen viele Besucher. Getanzt wurde aber erst zu späterer Stunde.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Freunde, Geschäftspartner, Künstler und Gäste inspizieren die neue Disco in Alstaden. Die Betreiber wollen es zum Schlagermekka im Ruhrgebiet machen.

Oberhausen.. „Weil du dem Leben trotzt, tanzt du den Disco-Fox“: Wenn auch der Songwriter Olli Schulz zu den deutschen Künstlern gehören wird, die in der „Diva” eher nicht zu hören sein werden: Das Zitat aus seinem Lied „Dann schlägt das Herz” könnte durchaus das Motto der Tanzlounge werden, wie die VIP-Eröffnung am Freitagabend gezeigt hat. Denn die Jörg Bauschs, Michael Wendlers und Anna-Maria Zimmermanns, kurz, die typischen Viervierteltakter des Popschlagers, beherrschen das Geschehen.

„Hallo, schön dich zu sehen! Magst du etwas trinken?” Simone Benzel-Knott hat heute viele Hände zu schütteln – wie ihre drei Partner, mit denen sie den Ort, der zum neuen Schlagermekka des Ruhrgebiets werden soll, ins Leben gerufen hat. Geschäftspartner, Freunde, Künstler und Journalisten gehören heute Abend zur geschlossenen Gesellschaft. Dementsprechend stoßen Gäste in dunklen Anzügen mit bunten Vögeln in auffälligen Sakkos an, junge Damen in Abendkleidern schwatzen mit Mitfünfzigerinnen in Jeans und Bluse.

Herzstück ist die großzügige Bar

Noch ist der Disco-Fox nur zu hören, fürs Tanzen ist es offenbar zu früh um 21 Uhr – erst wollen die Gäste schließlich den Laden inspizieren. Und das Ambiente der Location ist durchaus ungewöhnlich – und dabei gemütlich: Anstatt auf die eher kühle Disco-Atmosphäre vergleichbarer Schlagertempel zu setzen, verleugnet die „Diva” ihre Vergangenheit nicht: Vom früheren griechischen Restaurant etwa sind die heimeligen Backsteinwände geblieben, auch der Baum, der die Gäste mitten im Foyer begrüßt, erweist sich in diesem neuen Kontext als echter Hingucker.

Wer seine Augen davon ablenken kann und vom Eingang aus direkt geradeaus schaut, dessen Blick fällt gleich aufs Herzstück des Lokals: die großzügige Bar. „Ist super, dass man beim Eintreten direkt dort ist, wo viele Menschen sind und richtig etwas los ist”, freut sich Eva-Maria Herbst.

Sie schaut sich genau an, was hier los ist, ist sie doch die Besitzerin der Immobilie: „Zuletzt war hier ein Imbiss drin, der lief nicht so toll.” Dennoch ist sie vom Haus überzeugt und glaubt, dass die Disco ein Erfolg werden kann: „Es gibt keine schlechten Lokale, es gibt nur schlechte Wirte”, lächelt sie.

Lounge zum Relaxen und für nette Gespräche

Daran, dass die Mischung aus „Wirt“ und Lokal stimmt, lässt der Moderator und Mallorca-DJ Willi K., der heute vom DJ-Pult fernbleibt und nur als Gast hier ist, keinen Zweifel: „Ich bin überzeugt, dass der Laden laufen wird. Alles ist sehr gut gemacht, und es gibt auch eine schöne Zone zum Relaxen”, sagt er und deutet nach rechts, wo die gemütliche Lounge installiert ist, in der das fordernde Wummern der Schlagerbeats sich in Hintergrundmusik für nette Gespräche verwandelt.

Nicht nur die Betreiber sind stolz auf das, was sie hier geschaffen haben. „Wir haben kräftig mit angepackt beim Renovieren”, sagt Birgit Witt, Mutter der Geschäftsführerin Jesscia Witt, die zusammen mit deren Schwägerin Jessica Ebeling von der Bar aus dem DJ bei der Arbeit zuschaut.

Langsam beginnen die Gäste zum Takt zu wippen: Bald wird er dran sein, der Disco-Fox. Die Nacht ist noch jung.