Sanierungsarbeiten am Steigerhaus stehen an

Das Steigerhaus im Olga-Park soll demnächst saniert werden
Das Steigerhaus im Olga-Park soll demnächst saniert werden
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Die Statik der tragenden Unterkonstruktion des Flachdaches ist nicht mehr in allen Räumen so, wie sie sein müsste. Bauzeit und Kosten sind noch nicht bekannt.

Oberhausen.. Schon bald werden zahlreiche Gerüste das Steigerhaus im Olga-Park einkleiden: Risse unterhalb des Flachdachs wurden festgestellt, die eine Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes nötig machen. „Bevor mit den Abbrucharbeiten der Konstruktion begonnen werden kann, muss der betroffene Gebäudeteil eingerüstet und wasserdicht abgedeckt werden. Danach werden der alte Dachaufbau und die alte rissige Betondecke herausgebrochen“, erklärt Petra Weyland-Frisch, Sprecherin der Wirtschaftsförderung Oberhausen (WFO), der die Immobilie gehört, auf NRZ-Anfrage.

Sanierungsplan erstellt

Erst wenn die Dachkonstruktion und das Flachdach wieder aufgebaut seien, könnten die notwendigen Elektro-, Maler- sowie Bodenbelagsarbeiten, um die Räume im Innern wieder herzustellen, durchgeführt werden. „Die Ausschreibungen für die Vergabe der Arbeiten sind erfolgt und werden zurzeit verhandelt“, so die Sprecherin. Erst nach Abschluss dieser Verhandlungen würden die Bauzeitenpläne erstellt, so dass genaue Angaben zu Bauzeiten und abschließenden Kosten derzeit noch nicht möglich seien.

Im August vergangenen Jahres wurden bei der Erneuerung der Akustikdecke in den Büroräumen unterhalb des Flachdaches, Risse in der Betondecke festgestellt. „Ein Statiker begutachtete und bewertete die Situation vor Ort“, so Weyland-Frisch. Das Fazit fiel wenig erfreulich aus: die Statik der tragenden Unterkonstruktion des Flachdaches sei nicht mehr in allen Räumen gewährleistet.

Der Statiker habe daraufhin einen Sanierungsplan erstellt, der aus Gründen des Denkmalschutzes mit der städtischen Denkmalschutzbehörde abgestimmt wurde. „Parallel dazu wurde der Bauantrag zur Sanierung des Flachdaches gestellt und den notwendigen Abbrucharbeiten der alten Betonkonstruktion wurde durch die Untere Denkmalschutz Behörde bereits zugestimmt“, sagt die Sprecherin. Die Baugenehmigung seitens des Bauordnungsamts stehe aber noch aus.

Überraschungen nicht auszuschließen

Das Steigerhaus stehe zwar unter Denkmalschutz, doch die Arbeiten seien deshalb nicht grundsätzlich komplizierter: „Das ‘Bauen im Bestand’ ist einfach anders, denn man kann trotz umfangreicherer Vorprüfungen bei einem Altbau Überraschungen nie ausschließen“, meint Weyland-Frisch.

Zudem sei bei Baumaßnahmen in oder an einem denkmalgeschützten Gebäude immer die hiesige Untere Denkmalschutzbehörde zu beteiligen. Ihre denkmalrechtliche Erlaubnis ist nötig – und alle Vorgaben seien einzuhalten und umzusetzen.