Das aktuelle Wetter Oberhausen 18°C
Wohnen

Sanierung sparte Energiekosten von 50 Prozent in Oberhausen

11.09.2012 | 13:00 Uhr
Sanierung sparte Energiekosten von 50 Prozent in Oberhausen
Die Häuser am Hellberg nach der Sanierung - mit neuen Balkonen, neuer Fassade und Sonnenkollektoren.Foto: privat

Mit der Sanierung ihrer Häuser an der Straße Hellberg in Oberhausen hat es die Wohnungsbaugesellschaft Heimbau geschafft Energieeinsparungen von insgesamt 50 Prozent zu erzielen. Rund 1,6 Millionen Euro mussten dafür locker gemacht werden. Und das nächste Projekt wartet bereits.

Aus Alt mach’ Neu: Völlig verwandelt stellen sich die Häuser der Wohnungsbaugenossenschaft Heimbau mit Sitz an der Teutoburger Straße an der Straße Hellberg dar. In einem mehrmonatigen Sanierungsprojekt wurden diese Häuser energetisch umgerüstet und modernisiert. Insgesamt rund 1,6 Millionen Euro hat die Heimbau investiert. Nun, nach zwei Heizperioden liegt die Bilanz der Maßnahme vor. Reiner Kommescher, Geschäftsführer der Heimbau: „Wir haben eine Energieeinsparung von 50 Prozent erreicht.“

Die Maßnahme wurde mit 1,1 Millionen Euro aus Fördermitteln der KfW (Förderbank der deutschen Wirtschaft) und aus Eigenmitteln finanziert. Aus dem „Förderprogramm des Bundesumweltministeriums zur Nutzung erneuerbarer Energien“ flossen zudem 27.510 Euro für die Solarkollektorenanlage .

Energiesparen war einwichtiges Ziel

Die Wohnanlage am Hellberg umfasst sechs Doppelhäuser, die 1957 erbaut wurden und je sieben Wohnungen beinhalten. Die Beheizung und die Warmwasserversorgung erfolgte über 42 Gasetagengeräte, so Reiner Kommescher. Wärmebrücken, nicht gedämmte Außenbereiche und die kleinen Loggien an den Wohnungen entsprachen nicht mehr dem Standard, erklärt der Geschäftsführer. Deshalb habe man sich zur Sanierung entschlossen – mit dem Schwerpunkt auf Energieeinsparung

Nun gibt es für jedes Haus eine Solaranlage und die 42 Gasetagengeräte wurden durch sechs Niedrigtemperatur-Heizkessel ersetzt. Basis der Maßnahmen war eine Energieberatung , die laut Gutachten bis zu 60 Prozent Energiespar-Potenzial für möglich hält.

Einsparung von 50 Prozent

Eine weitere Maßnahme war die Errichtung von großen Balkonen, die nachträglich angebaut wurden und die kleinen Loggien ersetzten. Da im Zuge dieses Anbaus die Fensterfront vergrößert wurde, mussten die Mieter in dieser Bauphase mit Staub und Lärmbelästigung zurecht kommen. Dennoch, so Kommescher, habe es eine nahezu hundertprozentige Zustimmung der Mieter zu dieser Maßnahme gegeben.

Die Sanierung am Hellberg war 2010 abgeschlossen; die bisherige Energiebilanz mit einer Einsparung von 50 Prozent sieht der Heimbau-Geschäftsführer positiv und als Bestätigung der Investition.

  1. Seite 1: Sanierung sparte Energiekosten von 50 Prozent in Oberhausen
    Seite 2: Horrorvision: Nur graue Fassaden

1 | 2



Kommentare
12.09.2012
00:05
Sanierung sparte Energiekosten von 50 Prozent in Oberhausen
von Juelicher | #6

Nach max. 40 Jahren muss die Fassade erneuert werden u. das verbaute Material ist reiner Sondermüll. Die Fassadenfarbe enthält Fungizide u. Algizide, damit sie nicht in kürzester Zeit völlig eingrünt. Damit dies auch funktioniert, werden die erwähnten Schadstoffe - technisch gewollt - langsam aus der Farbe ausgeschwemmt u. gelangen nach und nach ins Erdreich, wo sie zu Belastungen bis ins Grundwasser führen. Die in der Regel verbauten Dämmstoffe sind hoch brennbar. Schon ein Küchenbrand kann beim Austritt der Flammen über das jeweilige Fenster zum Entflammen der gesamten Gebäudefassade in kurzer Zeit führen. Im TV wurde dies mit anschaulichen Entflammversuchen im Versuchszentrum in Braunschweig gezeigt. Auch Feuerwehrfachleute konnten die enorme Problematik bestätigen. Die Kosten der Maßnahme sind derart hoch, dass eine Amortisation in der Regel unmöglich ist, sofern man bei der Kostenrechnung nicht herumtrickst.

11.09.2012
23:07
Sanierung sparte Energiekosten von 50 Prozent in Oberhausen
von joergel | #5

Ich finde schon das die Mieterhöhungen die die Mieter jetzt aufbringen müssen, in den Bericht gehört hätten. Es wäre nicht das erste Mal, dass Mieter ausziehen müssen, weil sie die Miete nach einer Modernisierung nicht mehr aufbringen können. Für sie spielt es dann keine Rolle, das sie später weniger Heizkosten aufbringen müßten...

11.09.2012
22:55
Sanierung sparte Energiekosten von 50 Prozent in Oberhausen
von xxyz | #4

Modernisierungen sind schön. Aber was bedeuten 1,1 Mio Förderung?
Wird das viele Geld verschenkt? WEnn ja, warum?

In meinem Haus würde ich diese Summe nicht investieren (ca. 40000 EUR pro Wohnung), wenn es hauptsächlich um Energieeinsparung geht.

11.09.2012
21:39
Nach Mietrecht darf das auf 10 Jahre umgelgt werden
von meigustu | #3

macht 3800 € mehr Miete je Wohnung. Rechnet man es auf die Lebensdauer von ca. 20 Jahren so sind es immer noch 1500 €. Ob sich das lohnt hängt davon ab ob unsere Forscher uns unabhängig machen können von endlichen Energieträgern oder nicht.

11.09.2012
19:51
Sanierung sparte Energiekosten von 50 Prozent in Oberhausen
von BigLA | #2

Die Mieten spielen gar keine soo große Rolle bei einem solchen Projekt, denn dafür gibt es ja bei den Betriebskosten einsparungen. Ausserdem wird die Wohnqualität schon enorm aufgewertet, wenn man nicht wie viele andere Gesellschaften nur Styropor vorklatscht aber den Heizkessel ausm Reich drin lässt*g*

Zum Vorredner sei gesagt, das auch viele Wohnungen teurer werden, die in einem deutlich schlechterem Zustand sind, und das garantiert, da kann man froh sein, das es noch vernünftige Modernisierungsprojekte sind...bzw. gibt...

11.09.2012
13:59
Nach Sanierung 50 Prozent bei Heizkosten eingespart
von schnurri23 | #1

Sieht ja alles toll aus. Die Miete hat sich aber doch bestimmt auch erhöht. Können die alten Mieter diese noch aufbringen ?
Davon habe ich nichts gelesen. Würde mich mal interressieren.

Aus dem Ressort
Eine Spur führt nach Oberhausen
Literatur
Waltraud Wickinghoff debütiert als Autorin mit einem Ruhrgebietskrimi. Es ist ihr nicht nur gelungen, eine spannende Geschichte zu erfinden und zu Papier zu bringen, sie fand auch einen Verlag, der sie veröffentlichte „Der Mensch denkt, der Tod lenkt“. Mysteriöse Ereignisse geben Rätsel auf.
Oberhausen-Vondern bekommt eine neue Brücke
Infrastruktur
Das alte Emscher-Bauwerk an der Breilstraße in Oberhausen-Vondern ist abgerissen. Der Brückenneubau kommt wohl in vier Einzelteilen per Schiff aus Polen. Vorraussichtlich Mitte März 2015 soll die Brücke mit dann breiterem Fußgängerweg fertig sein. Kostenpunkt: Rund zwei Millionen Euro.
Hoffnung für Fans von Olgas Rock - doch 20.000 Euro fehlen
Olgas Rock
Das Festival Olgas Rock in Oberhausen-Osterfeld hat ein Minus von rund 20.000 Euro eingefahren. Die Veranstaltung steht nach einem Regentag und weniger Besuchern auf der Kippe. Der beteiligte Verein „Rocko“ fürchtete die Insolvenz. Nun gibt es Hoffnung für die Anhänger der Umsonst-und-draußen-Sause.
Drei Tage Musik-Programm in Oberhausen
Musik-Festival
Auf dem Reiterhof an der Hünenbergstraße wird von Freitag (22.8.) bis Sonntag (24.8) zu drei Tagen mit einem vollen Musikprogramm eingeladen. Es spielen diverse Bands. Der Eintritt ist kostenlos. Lediglich um eine Spende für die Lebenshilfe wird gebeten.
Anwohner aus Oberhausen klagen über nächtlichen Kahlschlag
Pfingststurm
Rund zwei Monate nach dem verheerenden Pfingststurm Ela kämpfen Bürger in Oberhausen mit den Schäden des Unwetters. Quasi über Nacht holzen die Stadttochter Oberhausener Gebäudemanagement GmbH OGM und der Landesbetrieb Straßen NRW Baumbestand in Vonderort ab.
Fotos und Videos
City als Partymeile
Bildgalerie
Musik-Sommer-Nacht
"Dumm gelaufen"
Bildgalerie
Theater
Das Revier bewirbt sich um die Akademie
Bildgalerie
Sparkassen-Akademie