Saisonstart für das Haus am See im Kaisergarten

Bei gutem Wetter heizt Björn Sohn den Grill am „Haus am See“ im Kaisergarten an.
Bei gutem Wetter heizt Björn Sohn den Grill am „Haus am See“ im Kaisergarten an.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Hier im Kaisergarten gibt es Kuchen für die Oma, Pommes für die Enkel. Der Betreiber plant Konzerte, Kindertanzen und einen Ausschank

Oberhausen.. Die Mutter und seine Frau backen die Kuchen. Der Vater, inzwischen im Ruhestand, steht zwischenzeitlich am Tresen und auch sein Bruder versucht sich, soweit es ihm möglich ist, einzubringen. Björn Sohn, der Betreiber des Hauses am See im Kaisergarten, kann sich auf seine Familie verlassen. Im vergangenen Jahr übernahm er den Imbiss, der an einem kleinen Hügel gelegen den großen See in Oberhausens Naherholungsziel Nummer eins überblickt. „Mit meinen beiden Töchtern und meiner Mutter war ich im Kaisergarten unterwegs – damals bemerkte sie, dass das Haus wieder zu hatte.“

Die Idee war geboren: „Ich werde das übernehmen und da was raus machen.“ In diesen Tagen startet die zweite Saison und der Ur-Oberhausener Sohn berichtet im NRZ-Gespräch von seinen Plänen und blickt auf die Anfänge zurück.

Ela ließ einen Baum umstürzen

„Die erste Saison ist nicht wirklich gut verlaufen“, berichtet der gelernte Fachinformatiker. Wollte er eigentlich schon zu Ostern loslegen, zogen sich die umfangreichen Arbeiten am Haus bis in den Juni hin. „Wir haben quasi alles neu gemacht.“ Und dann kam Ela – der Sturm, der im vergangenen Jahr an Pfingstmontag über Oberhausen hinwegfegte, ging nicht unbeschadet am Haus am See vorüber. „Für sieben Wochen mussten wir schließen.“ Ein riesiger Baum war umgestürzt. Dadurch war das Geschäft für die Zeit der Fußball-Weltmeisterschaft gestorben. „Dabei hatten wir Public Viewing geplant und bereits alles bei der Stadt und GEZ angemeldet.“ Auch der sonstige Sommer war eher durchwachsen. „Natürlich sind wir hier sehr wetterabhängig.“

Dies zeigte sich auch in diesen Tagen wieder: Am Freitag etwa seien alle Tische besetzt gewesen, so Sohn. Samstag und Sonntag verirrten sich dagegen kaum Besucher in diese Ecke des Kaisergartens. „Aber so ist es halt“, war sich Sohn dieser Unwägbarkeiten von Anfang an bewusst.

Gespräche mit der Stadt laufen

„Bei uns gibt es ein überschaubares Angebot“, führt der 38-Jährige aus. Bratwurst, Frikadellen, verschiedene Softdrinks gehen über die Theke. „Wir hatten zu Beginn mehr Speisen auf der Karte. Uns wurde jedoch schnell klar, dass die Besucher vor allem einen kleinen Imbiss wollen – Kuchen für die Oma, Pommes für die Enkel.“ Der Kuchen übrigens wird am Wochenende von seiner Mutter und Frau gebacken – unter der Woche wird auf vorgefertigte Produkte zurückgegriffen.

Sohn, der das Haus am See als zweites Standbein neben seiner Firma für Reinigungstechnik aufzieht, hat sich für dieses Jahr einige Pläne vorgenommen. „Konzerte am Abend sind eine Idee.“ Darüber würden derzeit Gespräche mit der Stadt laufen. „Im Juni probieren wir ein Kindertanzen aus.“ Eine Tanzlehrerin wird dann an einem Tag Kindern verschieden Tänze beibringen. „Zudem überlegen wir, wie früher im unteren Bereich eine Schankanlage zu installieren.“ Auch dazu laufen Gespräche mit der Stadt.