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Menschen machen’s möglich

RWW, WAZ und Leser ehrten Oberhausens Ehrenamtler des Jahres

30.09.2011 | 17:50 Uhr
RWW, WAZ und Leser ehrten Oberhausens Ehrenamtler des Jahres
Die ausgezeichneten Ehrenamtler und ihre Laudatoren in der Lutherkirche Oberhausen. Foto: Lars Fröhlich / WAZ FotoPool

Oberhausen.1179 Leser von WAZ und DerWesten haben bei der Abstimmung der Aktion „Menschen machen’s möglich“ entschieden: Jürgen Reinke ist Ehrenamtler des Jahres 2011 . Beim Konzert für die Ehrenamtlichen der Stadt wurden die neun Kandidaten geehrt.

Es hat schon Tradition, dass sich die Selbsthilfekontaktstelle des Paritätischen einmal im Jahr mit einem Konzert bei den Ehrenamtlichen in dieser Stadt bedankt, die sich bei freiem Eintritt über ein hochklassiges musikalisches Angebot freuen können. Auch die Aktion „Menschen machen’s möglich“ der Rheinisch-Westfälischen Wasserwerke (RWW) und der WAZ-Lokalredaktion soll ein Dankeschön sein: in Form von öffentlicher Aufmerksamkeit und von Preisgeldern für engagierte Menschen in Oberhausen.

Konzert und Preisverleihung wurden in diesem Jahr erstmalig miteinander verbunden, und so gab’s am Donnerstagabend in der Lutherkirche eine Premiere. Eine gelungene, denn in dem wunderschönen Kirchenraum herrschte eine tolle Atmosphäre, ein Gefühl von Gemeinschaft und Stärke, getragen von den vielen Frauen und Männern, die in unserer Stadt etwas bewegen und für andere im Einsatz sind.

1178 Leser stimmten ab

„Oberhausen wäre um vieles ärmer, wenn es Sie nicht geben würde, Sie, die sich in ihrer Freizeit einbringen“, sagte denn auch Christoph Donner, Technischer Leiter des RWW, in seinen Begrüßungsworten. Die Ehrenamtlichen zeigten, dass „unsere Gesellschaft nicht so kalt ist, wie sie immer beschrieben wird“.

Zum sechsten Mal führte der regionale Wasserversorger die Aktion durch, stiftete die Preisgelder in Höhe von 3000, 2000 und 1000 Euro für den Erst-, Zweit- und Drittplatzierten. Über 20 Bewerbungen gingen bei der Aktion ein, eine Jury wählte neun Kandidaten aus , die in der Ausgabe der WAZ Oberhausen und bei DerWesten.de vorgestellt wurden.

Ehrenamtler des Jahres

Schließlich stimmten online, per E-Mail, Fax beziehungsweise postalischer Zusendungen 1178 Leser ab und wählten Jürgen Reinke mit 365 Stimmen auf den ersten, Tim Kretschmar mit 353 Stimmen auf den zweiten und Maria Reichmann mit 114 Stimmen auf den dritten Platz. Aber: „Verdient hätten alle den Titel ’Menschen machen’s möglich’ oder Ehrenamtler des Jahres“, so Christoph Donner.

Sieger steckt Preisgeld in Gitarren-Festival

Das betonte auch Oberbürgermeister Klaus Wehling in seiner Laudatio. Meist handelten Ehrenamtler nach dem Prinzip „tue Gutes und rede nicht darüber“, so Wehling. Die Aktion wolle dieses Schattendasein beenden. Der Oberbürgermeister stellte zu diesem Zweck noch einmal die neun Kandidaten und ihr Engagement vor:

Spezial
Serien über Oberhausen

Hier finden Sie die Serien der Lokalredaktionen in der Übersicht, zum Beispiel alle "Läden mit Pfiff", Porträts der Reihe "Menschen in O." und alle Stadtteil-Rundgänge.

Sven Andermahr , der Kinder im Offenen Ganztag der Marienschule betreut. Angelika Krietemeyer , die den Gesprächskreis für pflegende Angehörige im Caritas-Haus leitet. Nadine Möhler , die die Tanzgarden für Kinder und Jugendliche der KG Grün-Rot Wagaschei trainiert. Marlis Thirok , in der Bücherei der Tackenbergschule tätig. Melanie Schweer , die hinter den Kulissen des Zirkusprojekts Zampano fürs Gelingen sorgt. Christof Przybylak , unverzichtbare Stütze in der Nachwuchsförderung der Sterkrader Inline-Skater-Hockey-Abteilung der „Fireballs“.

Und die Gewinner: Maria Reichmann (88), seit 34 Jahren bei der Arbeiterwohlfahrt im Einsatz und im Freundeskreis Saporoshje aktiv. Tim Kretschmar (18), der in der Herz-Jesu-Gemeinde in Sterkrade Ferienfreizeiten für Kinder- und Jugendliche betreut. Jürgen Reinke, Vorsitzender des Vereins „Gitarrissimo“ und mit dafür verantwortlich, dass Oberhausen zu den ersten Adressen für Gitarrenmusik in der Region zählt. Jürgen Reinke (61) bedankte sich und kündigte an, das Preisgeld in die Qualität seines Gitarren-Festivals zu investieren – das solle schließlich mal so berühmt werden wie die Kurzfilmtage und Oberhausens Ruhm mehren. Anna Reichmann bewies in ihrer Dankesrede viel Humor und hatte auch ein Lob für die Zeitung: „Jeden Tag unterhalte ich mich darüber mit meinem Nachbarn. Wer sie liest, weiß mehr.“

Andrea Rickers

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Kommentare
02.10.2011
07:17
Vielen Dank für ihr Engagement
von sapperlott | #1

Was macht denn das kleine Männlein mit Schnäuzer bei den Ehrenämtlern. Der hat damit so viel zu tun wie eine Kuh mit Eistanz. Vati versorgt seine Genossen doch immer hübsch mit Pöstchen. Wehling und Ehrenamt - nee, also wirklich ...

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