RVR plant neuen Badesee an der Stadtgrenze

Der Regionalverband Ruhr (RVR) und die Stadt Bottrop sollen einen kostenfrei zu nutzenden Badesee in der Nähe der Stadtgrenze Oberhausens einrichten. In den kommenden drei Jahren soll der „Töttelbergsee“ entstehen. Derzeit wird dazu eine Grube zwischen Altem Postweg und Hiesfelder Straße ausgekiest.

Über den Badesee nachgedacht wird seit 2004. Bottrop und RVR wollen ihn dringend, um den „Badedruck“ vom auch von vielen Oberhausenern gern genutzten Heidesee zu nehmen. Weder die Ausweisung als Naturschutzgebiet noch die Verbotsschilder halten dort im Sommer die Menschen davon ab, sich in Massen in die Fluten des ebenfalls aus Kiesgruben entstandenen Heidesees zu stürzen. So war es bei Entstehung des Sees in den 1980er Jahren zwar auch mal gedacht, doch hat sich der Heidesee inzwischen zu einem ökologisch wertvollen Biotop entwickelt. Und Naturschützer haben schon oft beobachtet, dass Schwimmer gezielt die Atolle ansteuern, auf denen seltene Vogelarten brüten.

Wirksam schützen lasse sich der Heidesee nur, meinen Bottrop und RVR, wenn sie den Badelustigen eine Alternative anbieten – in der Nähe, mit ausreichend Parkflächen und im besten Fall kostenlos.

Und so soll die Alternative aussehen: Der Eingang von der Hiesfelder Straße führt zunächst auf eine mehr als sechs Fußballfelder große Liegewiese, gesäumt in südlicher Richtung von einem Badestrand. Dahinter liegt eine flache Badebucht und dann der eigentliche Badesee, 14,7 Hektar groß und bis zu zehn Meter tief. „Um den See herum wird ein Wanderweg die Böschung entlang führen“, berichtet Bottrops Planungsamtsleiterin Christina Kleinheins. „Bis zu 5000 Leute könnten dort an einem Wochenende baden, ohne dass der See umkippt“, zitiert sie Berechnungen der RVR-Experten. Das könnte eine Bewirtschaftung lohnend machen.