Rund 400 Notrufe gehen in 24 Stunden ein

Der heutige Mittwoch ist der „Europäische Tag des Notrufs“. Es ist der Tag der 112. Wer diese Nummer wählt, landet bei der Feuerwehr. In Oberhausen wird die 112 während einer Schicht, also innerhalb von 24 Stunden, rund 400 Mal angewählt. Aber nicht bei all diesen Anrufen geht es um Notfälle wie Feuer, Krankheit oder Unfall.

Unglaublich, aber wahr: „Rund 70 Mal kommt jemand versehentlich bei seinem Handy auf die Notruftaste“, sagt Thorsten Silberborth, bei der Feuerwehr für die Leitstelle zuständig. Dann gibt es ca. 30 Scherzbolde, die einfach „Hallo“ sagen und wieder auflegen. Manche wollten auch die Polizei sprechen. Andere rufen aus Bereichen an, die zu anderen Städten zählen. Unterm Strich resultieren aus den 400 Anrufen rund 110 Einsatzfahrten.

Auch Silberborth sagt, dass es besser sei, im Zweifelsfall die 112 lieber einmal zu viel als zu wenig zu wählen. Erfreulicherweise bemerkt die Feuerwehr genauso wie die Polizei eine deutlich sinkende Hemmschwelle bei den Bürgern. Allerdings gibt es auch die Entwicklung, dass immer mehr Männer nach Discothekenbesuchen volltrunkene Kumpel von der Feuerwehr abholen lassen

Wer die 112 anwählt, muss sich auf folgende Fragen einstellen: Name des Anrufers, eine Telefonnummer, was ist passiert, wo ist es passiert und bei einem Unfall: Wie viele Menschen wurden verletzt?