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Rückgang an Habichten liegt nicht an Jägern

22.01.2015 | 00:12 Uhr

Vogelschutz. „Immer mehr Habichte werden Opfer von Jägern...“ – dieser unqualifizierte Ausspruch von Herrn Tomec stellt nicht nur eine unerträgliche Diffamierung der gesamten Jägerschaft dar, sondern er selbst bleibt auch jeden Beweis für seine pauschale Anklage schuldig. Der zuständigen Oberhausener Ordnungsbehörde jedenfalls wurde in den letzten 30 (!) Jahren kein Fall eines Todfundes durch Giftköder bzw. von abgeschossenen Greifvögeln angezeigt. Die Aussagen des Hobby-Ornithologen Michael Tomec entbehren auch jeder modernen wissenschaftlichen Erkenntnis, die seit Mitte der 80er Jahre ganz andere Einflüsse für den Artenrückgang nicht nur bei Greifvögeln verantwortlich macht. Einer dieser Gründe ist (übrigens wie im Falle der Bodenbrüter und Nesthocker) die überproportionale Zunahme der Rabenkrähe. Eine Hauptursache für den Rückgang bei den Greifen jedoch ist der zunehmende Einsatz chemischer Produkte als Pestizide bzw. Düngemittel in der Landwirtschaft, die die Eischale der Gelege angreifen, bzw. in Form des zugetragenen Fraßes für Aufzuchtprobleme sorgen. Übrigens: Ich selbst habe mehrmals verletzte Greife aus dem Straßenverkehr, verstoßene oder aus dem Nest gefallene und mir (auch von Jägern) zugetragene Greife und Eulen zu ausgewiesenen Greifvogelstationen zur Ausheilung oder Aufzucht verbracht. Hubert Filarsky, Kreisjägerschaft

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2015-01-22 00:12
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