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Rück-Mitarbeiter fürchten um Jobs

22.01.2015 | 00:12 Uhr

Bei den Mitarbeitern des Möbehauses Rück geht die Angst um. Die XXXL-Gruppe, die das Traditionshaus vor gut einem Jahr gekauft hat, trägt sich mit dem Gedanken, auf das ehemalige Stahlwerksgelände in der Neuen Mitte zu ziehen. „Die Kollegen befürchten, dass dort neue Gesellschaften gegründet werden – mit neuen Mitarbeitern, die zu schlechteren Löhnen und Arbeitszeitbedingungen eingestellt werden“, sagt Isabella Hillig, Verdi-Sekretärin des Fachbereichs Handel. Allerdings bestreitet Unternehmenssprecher Julian Viering, dass XXXL solche Absichten hat: „Die 281 Mitarbeiter der Möbelstadt Rück haben einen sicheren Arbeitsplatz.“

Aus Mitarbeiterkreisen ist zu hören, dass weder Haus- noch Vertriebsleitung auf ihre Frage, ob bei einem Neubau am Centro die Beschäftigten übernommen würden, Zusagen gemacht hätten. Der Wunsch nach einer entsprechenden Verpflichtungserklärung sei nicht erfüllt worden.

Die Beschäftigten sehen die Gefahr, dass am neuen Standort künftig lediglich mit einem kleinen Stamm an Vollzeit-Personal gearbeitet wird, die Mehrheit aber aus 450-Euro-Kräften besteht. Vertriebsleiter Alois Kobler habe sich auch bei diesem Thema in Schweigen gehüllt. Die einzige konkrete Aussage sei gewesen, dass in absehbarer Zeit ein Neubau geplant sei und die Gespräche bereits recht weit gediehen seien. Seitens der Stadt Oberhausen und des Unternehmens wird lediglich bestätigt, dass es Gespräche gibt.

XXXL-Sprecher Viering betont, dass man mit dem Oberhausener Geschäftsverlauf im ersten Jahr sehr zufrieden sei. „Auf den guten Ergebnissen, die wir unserem motivierten Team in Oberhausen verdanken, können wir für die nächsten Jahre aufbauen.“ Daher seien die Befürchtungen der Mitarbeiter in keiner Weise berechtigt.

Ob die Jugendstilvilla Rück am Ende doch abgerissen wird, ist nach Angaben von Vierung noch unklar. Es gebe hier keine neue Sachlage. „Wir streben eine Einigung mit der Stadt über den zukünftigen Standort der Möbelstadt Rück und die Zukunft der Villa Rück an. Mehrere Optionen werden ergebnisoffen diskutiert, eine Einigung gibt es noch nicht.“

Die Beschäftigten setzen darauf, dass auch auf Seiten der Stadt und der Politik alles getan wird, um ihre Jobs zu sichern. „Es kann schließlich nicht sein, dass die Villa Rück gerettet wird, weil sich viele Leute dafür einsetzten, aber die Mitarbeiter ihre Existenzgrundlage verlieren“, sagt ein Angestellter.

Frank Helling

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