Rotary Club Oberhausen ehrt die besten Abiturienten

Die besten neun Abiturienten aus Oberhausen treffen sich mit den Rotariern. Foto am 24.6.2015 Foto: Jörg Schimmel / Funke Foto Services
Die besten neun Abiturienten aus Oberhausen treffen sich mit den Rotariern. Foto am 24.6.2015 Foto: Jörg Schimmel / Funke Foto Services
Foto: Funke Foto Services
Ihre Noten liegen zwischen 1,0 und 1,2. Sind sie alle Streber? Mitnichten! Außer einem Mittagessen spendierten die Rotarier jedem 250 Euro.

Oberhausen.. Sie haben Vokabeln gepaukt und Formeln gelernt, Romane und Gedichte interpretiert, experimentiert, geforscht, gerechnet und philosophiert. Dafür gab’s jetzt den Lohn – allerdings nicht in Form eines einfachen Abiturs: Diese jungen Schulabgänger haben ein Einser-Abitur in der Tasche. Das verdient Anerkennung und Respekt – auch vom Rotary Club Oberhausen, der die Abiturienten fördert. Bei einem gemeinsamen Mittagessen in der SchlossGastronomie kam „die Elite von Oberhausen“, wie Rotarier Dieter Ameling sagte, gestern zusammen, um den Erfolg gemeinsam zu feiern.

Eingeladen waren die besten Abiturienten der neun Oberhausener Gymnasien und Gesamtschulen und jeweils ein Vertreter der Schule. Zum achten Mal würdigen die Rotarier damit die großartige Leistung der Absolventen, die allesamt eine Gesamtnote zwischen 1,0 und 1,2 haben. Als Lohn für die Büffelei gab’s von den Rotariern nicht nur das traditionelle Schnitzel zum Mittagessen, sondern auch einen Scheck in Höhe von 250 Euro pro Schüler.

Die Lust am Lernen

1,0. Das schaffen doch nur die Streber, oder? „Nein“, sagt Rotarier Michael Bülhoff und lacht. Streber, die nur sich selbst im Blick haben und nicht nach links oder rechts schauen, habe er schon lange nicht mehr erlebt. Der Einser-Abiturient von heute ist nicht nur saugut in der Schule, sondern auch noch sozial engagiert. „Alles nette, fleißige, zielstrebige Leute“, sagt Bülhoff.

Aber wie schafft man es denn nun, ein Abitur mit der Traumnote 1,0 abzuschließen? „Man muss sich die richtigen Fächer aussuchen“, verrät Carolin Schütte. Fächer, für die man sich auch interessiert. Dann entwickele man Ehrgeiz und stünde voll und ganz hinter der Sache, sagt die 18-jährige Abiturientin des Heinrich-Heine-Gymnasiums.

Ähnlich sieht es auch Maresa Vielberg. Sie hatte die Leistungskurse Deutsch und Geschichte. Sie habe nicht nur gelernt, weil Klausuren anstanden. „Ich interessiere mich für die Fächer und habe gelernt, weil ich es wollte – nicht, weil ich musste“, betont die 18-Jährige, die das Abitur an der Gesamtschule Weierheide abgelegt hat.

Die Frage, wie man zum Einser-Abiturienten wird, stellte auch Bürgermeisterin Elia Albrecht-Mainz. Ist es Begabung allein? Nein, das glaube sie nicht. Auch ein ausgeprägtes Verantwortungsgefühl gehöre dazu. Und eine hohe Leistungsbereitschaft. Als Lohn für ihre herausragenden Leistungen stünden den jungen Oberhausenern nun alle Türen offen.

Delfine in Südamerika

Und das wollen sie auch nutzen. Ob Jura, Medizin oder Sonderpädagogik: Der Großteil will studieren. Therese Siebers zieht es nach Mannheim, wo sie gerne Unternehmensjuristik studieren würde. Kevin Lanfermann würde am liebsten ins schöne Münster gehen, um dort Medizin zu studieren. Biologie war sein Lieblingsfach an der Gesamtschule Osterfeld. Und an die Aufgabe in seinem dritten Abiturfach kann er sich noch gut erinnern: „Es ging um die Evolution von Delfinen in Südamerika.“

Nach einer fast ausgewogenen Mischung im vergangenen Jahr haben dieses Mal die Mädel die Quoten-Nase vorn: Die Geschlechter-Statistik haben die Mädchen mit 6:3 gewonnen.