Ringen um eigenes Tierheim in Oberhausen geht weiter
16.01.2011 | 16:23 Uhr 2011-01-16T16:23:00+0100
Oberhausen.Der Tierschutzverein hat Gespräche mit der Stadt über ein eigenes Tierheim ausgenommen. Bisher gibt es eine Kooperation mit dem Tierheim in Mülheim, das nur Fund-, aber keine Abgabetiere aufnimmt. Eine eigene Einrichtung soll Kosten sparen.
Das Ringen um ein eigenes Tierheim für unsere Stadt geht weiter. Der Tierschutzverein will eine solche Einrichtung in Eigenregie betreiben, auch, weil das Tierheim in Mülheim, mit dem Oberhausen seit 1977 kooperiert, nur Fund-, aber keine Abgabetiere aufnimmt.
Das Ordnungsamt ist für die Fundtiere zuständig, die in der Nachbarstadt landen. Horst Ohletz, Leiter des Bereichs Ordnung, zu den Plänen der Oberhausener Tierschützer: „Es hat zwei Gespräche mit dem Tierschutzverein gegeben.“ Die Tierschützer hätten ihnen zwei bebaute Grundstücke genannt, die für ihre Zwecke in Frage kämen. Ohletz: „Ob und inwieweit die Flächen geeignet oder die Eigentümer überhaupt bereit sind, sie dem Tierschutzverein zur Verfügung zu stellen, muss geklärt werden.“ Die Stadt habe zugesagt, entsprechende Gespräche mit den Eigentümern zu führen.
Tierschutzverein muss Konzept vorlegen
Ohletz betonte, bislang sei lediglich der Wunsch des Vereins an sie herangetragen worden, ein eigenes Tierheim zu errichten. Sollte sich ein Grundstück finden, müssten sämtliche weiteren Modalitäten geklärt, ein genaues Konzept des Tierschutzvereines vorgelegt werden.
Die Oberhausener Tierschützer sehen in einem eigenen Tierheim auch für die Stadt eine Möglichkeit zu sparen. „Zumindest aber bliebe das Geld in der Stadt“, sagt Petra Barth, Vorsitzende des Tierschutzvereines. Rund 189 000 Euro zahlte Oberhausen zuletzt an das Tierheim in Mülheim. In nächster Zeit solle das Gebäude nun noch renoviert werden. Barth: „Auch an diesen Kosten müsste sich die Stadt beteiligen.“
Tiere werden einfach ausgesetzt
Was der Vorsitzenden des Tierschutzes im Moment Sorge bereitet: „Das Telefon geht bei mir in einer Tour.“ Ständig meldeten sich Leute, die ihre Tiere abgeben wollten. Doch Abgabetiere nimmt das Tierheim ja nicht auf. Barth: „Ich weiß genau, in der nächsten Zeit werden einige dieser Tiere zu Fundtieren.“ Sprich, die Leute setzen ihre Mitbewohner einfach aus. „Das merkt man oft schon an der Reaktion am Telefon“, so die Tierschützerin.
Fundtiere jedoch – besonders, die die schon einige Zeit auf der Straße gelebt hätten – seien meist krank, die Kosten für ihre Behandlung, bevor sie nach Mülheim gehen, hoch. Barth: „Bis jetzt haben wir diese Kosten getragen, das waren rund 25 000 Euro pro Jahr.“ Diese Leistungen erbrächten sie seit zwei Monaten nicht mehr. „Die Tiere werden in Oberhausen tierärztlich untersucht und gehen mit einem Behandlungsvorschlag nach Mülheim“, sagt Petra Barth. Und wenn es in Mülheim eng wird, werden Tiere in Tierpensionen untergebracht. „Das sind zusätzliche Kosten“, so Barth.
Nach ihren Berechnungen brauchten sie vor Ort Platz für 600 Tiere. 2010 seien 300 Tiere nach Mülheim gegangen, 300 hätte der Tierschutzverein selbst untergebracht. Wie es nun weiter geht, ist ungewiss. Ohletz betont, es müssten noch viele Gespräche geführt werden. Eines davon haben die Tierschützer am 1. Februar mit Oberbürgermeister Klaus Wehling (SPD).
Tierarztpraxis hat Unterstützung angeboten
Tierarzt Claus-Peter Franz und sein Team möchten die Arbeit des Oberhausener Tierschutzvereins unterstützen. Der Verein hat diverse Projekte wie die Betreuung freilebender Katzen oder die Tiertafel mit tiermedizinischer Betreuung ins Leben gerufen und plant nun ein Tierheim für Oberhausen. Die Praxis wird ab sofort bis zum 15. März für jede Kastration von freilebenden Katzen und Hauskatzen mit Freigang, die das Alter von sechs Monaten überschritten haben, 10 Euro an den Tierschutzverein spenden. Der Tierschutzverein lässt kontinuierlich wildlebende Katzen kastrieren, um eine unkontrollierte Vermehrung – wie sie in anderen Städten beobachtet wird – zu verhindern. Die Gebührenordnung der Tierärzte sieht für die Kastration von Katzen ca. 92 Euro vor, für die eines Katers ca. 52 Euro.
Die Praxis bittet Katzenhalter um eine Voranmeldung. Tierärztin Michaela Boß berät Interessierte gern, 0108/217-29.

11:37
Der heutige Artikel Tiere in Not zeigt den Zustand des Oberhausener Tiervereins. Für die Hündin Luna wäre eventuell jemand da, aber die angebene Rufnummer ist unbekannt. Wenn man sich allerdings auch die Webseite des Vereins anschaut, wundert das nicht. Rechtschreibfehler und Informationen, welche schon lange nicht mehr stimmen, wechseln sich ab.
12:26
Endlich mal jemand, der etwas vernünftiges beiträgt.
Pflegestelle scheint ja etwas von der Materie zu verstehen. Auch motte 9000 hat recht, der Rest hätte besser nichts geschrieben.
Im übrigen finde ich den Artikel schlecht recherchiert. Da hat sich die Redakteurin wohl eine Märchenstunde gegönnt.
14:52
Seit über 30 Jahren versucht der Verein der Tierfreunde (Tierschutzverein Oberhausen) in unserer Stadt ein Tierheim zu bekommen. Lediglich durch die Initiative eines einzelnen Tierarztes gab es für eine gewisse Zeit ein sogen. Tierheim. Das Mülheimer Tierheim, das von Mülheim und Oberhausen gemeinsam unterhalten wird, war bisher immer ausreichend.
Nun soll also wieder mal ein eigenes TH. her!!
Ist Frau Barth sich im Klaren, wie die Stadt Oberhausen, in Anbetracht ihrer katastrophalen Finanzlage, dieses Vorhaben finanziell mit tragen soll??? Ein Tierheim in einer solchen Größenordnung, zu den heutigen Standards, übersteigt wohl den finanziellen Rahmen beider Beteiligten und ob die Folgekosten geringer sind als der Zuschuss an das Mh Tierheim, wage ich zu bezweifeln.
Bei den Abgabetieren sollte der TSV eine schnelle Vermittlung anstreben, anstatt Tiere wieder in ein Heim zu stecken. Kein Tier muss in der Regel von heute auf morgen abgegeben werden. Zeit zur Vermittlung ergibt sich durch ein vernünftiges Beratungsgespräch immer, was man eigentlich zur Aufgabe eines TSV zählt. Da hat der Oberhausener TSV noch gewaltig was nachzuholen. Auch ist die Zahl von 300 Abgabetieren abenteuerlich, es sei denn, man unterstützt die Einreise von Tieren aus der Türkei, Spanien oder Griechenland. Dann ist natürlich kein Platz für eigentlich Notfälle.
Zu den Fundtieren sollte man auch wissen das zwischen Stadt und TSV ein Kooperationsvertrag
besteht. Danach zahlt die Stadt dem TSV zB. pro gefundene Katze die tierärztliche Erstuntersuchung und pro Tier eine Fahrtpauschale. Da kostet eine Fundkatze dem TSV keinen Euro. Da Fundtiere im Tierheim Mülheim ärztlich versorgt werden, ist eine ärztliche Versorgung durch den TSV nicht nötig.
Im übrigen, warum arbeiten die umliegenden Tierschutzvereine eigentlich nicht zusammen, sondern sind sich spinnefeind, anscheinend möchte sich jeder selbst profilieren oder möchte bei der Ausübung seines Hobbys nicht gestört werden.
07:46
Ein Tierheim in der Stadt fänd ich super. Gern würde ich auch mal ehrenamtlich helfen oder Futterspenden abgeben, da wäre ein Tierheim in der Nähe super.
Nach der Arbeit hat man ja nicht noch die Zeit in irgendwelche Nachbarstädte zu fahren.
Pro Tierheim! Vor allem spart der Ordnungsdienst dann Benzinkosten, wenn er nicht so weit fahren muss, um Fundtiere abzugeben.
07:42
Ein Tierheim in der Stadt fänd ich super. Gern würde ich auch mal ehrenamtlich helfen oder Futterspenden abgeben, da wäre ein Tierheim in der Nähe super.
Nach der Arbeit hat man ja nicht noch die Zeit in irgendwelche Nachbarstädte zu fahren.
Pro Tierheim! Vor allem spart der Ordnungsdienst dann Benzinkosten, wenn er nicht so weit fahren muss, um Fundtiere abzugeben.
17:17
In jede Stadt gehört ein Tierheim!
Und die Menschen müssen mehr Verantwortung übernehmen!
15:48
Ich bin der meinung das wir in oberhausen ein tierheim brauchen für hunde und katze
vielleicht sollte die waz so ein abstimmung
aktion machen
was meint ihr ? ist doch ein idee oder
11:55
Ich schlage vor das Tierheim im Gebäude der JVA unterzubringen. Scheint mir ein sehr geeigneter Standort: zentral gelegen, Verhinderung des Zuzugs von Sicherungsverwahrten, Gebäude steht leer. Wenn es sich nicht um Tierschutz handeln würde könnte man sagen: Man schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe.
11:01
was dringend notwendig wäre, wäre geburtenkontrolle bei sämtlichen haustieren, ein verbot von privater zucht und die kontrolle das sich nicht jeder mensch ein tier anschaffen kann ums dann bei problemen fort zu werfen wie ein konsumartikel! dann wäre auch wieder platz in jedem tierheim!
10:14
Ich hoffe die Stadt kann hier schnell handeln.Ein Tierheim ist dringend notwendig in Oberhausen.