Richtige Entscheidung

Realistisch gesehen hat Norbert Müller keine Chance, am 13. September auf den Stuhl des Oberbürgermeisters gehievt zu werden. Diesen Wettstreit werden SPD und CDU wohl unter sich ausmachen. Dennoch ist es die richtige Entscheidung der Linken gewesen, einen eigenen Bürgermeisterkandidaten aufzustellen. Auch wenn ein Wahlkampf Geld kostet, so trägt ein eigener Kandidat doch dazu bei, in Wahlkampfzeiten parteieigene Themen öffentlichkeitswirksam zu platzieren. Und Norbert Müller ist ein Kandidat, der Gehör finden wird, schließlich ist er als pensionierter Lehrer, engagierter Bürger und aktiver Gewerkschafter vielen Oberhausenern bekannt.

Auch Müller weiß, dass er nicht der nächste Oberbürgermeister Oberhausens werden wird, aber er will auf wichtige Themen wie Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit aufmerksam machen, Gehör finden und so indirekt auch die Linke auf Landes- und Bundesebene stärken. Und ein bisschen packt ihn doch der Ehrgeiz: Auf ein konkretes Wahlergebnis lässt er sich nicht festnageln, aber er möchte mehr Stimmen für die Linken rausholen als sie bei der letzten Kommunalwahl erzielten.