Revierpark Vonderort in Oberhausen übertrifft Erwartungen

Mitten im Grün des Revierparks liegt der Osterfelder Komplex aus Sauna, Sol- und Freibad. Das Solbad läuft sehr erfolgreich: 5000 Besucher mehr als erwartet kamen 2014, allein das brachte rund 1,223 Millionen Euro ein.
Mitten im Grün des Revierparks liegt der Osterfelder Komplex aus Sauna, Sol- und Freibad. Das Solbad läuft sehr erfolgreich: 5000 Besucher mehr als erwartet kamen 2014, allein das brachte rund 1,223 Millionen Euro ein.
Foto: www.blossey.eu
Was wir bereits wissen
Boomender Wellness-Bereich beschert dem Revierpark Vonderort in Oberhausen 2014 höhere Einnahmen. Sorgenkind Freibad lockte kaum Besucher, die Gesamtgästezahl sind deshalb gesunken.

Oberhausen.. Dank immer mehr publikumswirksamer Veranstaltungen und neuer Wellness-Angebote in der weitläufigen Sauna- und Solbad-Landschaft ist dem Revierpark Vonder­ort 2014 ein kleines Kunststück gelungen: Während andere Freizeitzentren des Regionalverbandes Ruhr (RVR) mit zum Teil erheblichen Einnahmeverlusten zu kämpfen haben, hat der Osterfelder Revierpark 2014 sogar mehr eingenommen als erwartet.

Mit 2,03 Millionen Euro hat Vonderort das für 2014 erwartete Einnahme-Ergebnis um rund 10.000 Euro übertroffen. Allein rund 12.000 zusätzliche zahlungskräftige Gäste strömten in den Solbad- und Saunabereich, wo neue Selen-Zusätze, pfiffige Leuchtkonzepte und ein Ruhezelt im Winter für Abwechslung sorgten.

Betriebsleiter Jens Vatheuer ist zufrieden. „Bei der Saunalandschaft und dem Solbad liegen wir mit unserem Konzept richtig.“ Vatheuer arbeitet für die privaten Unternehmensberatung Prova, die den Revierpark seit 2011 für die Gesellschafter Oberhausen, Bottrop und RVR betreibt.

Vom Wetter abhängig

Trotz des Besucherplus’ bei Sauna und Sole sind die Gesamtgästezahlen 2014 gesunken – von 249.549 im Jahr 2013 auf nun 247.799. Grund ist das Freibad: Nur noch 14.070 Gäste kamen im vergangenen Jahr – das ist der zweitschlechteste Wert seit zehn Jahren. Im Vergleich zu 2013 sind die Besucherzahlen sogar um die Hälfte geschrumpft. Mit dem Freibad hat Vonderort nur rund 36.300 Euro eingenommen.

Dass die Oberhausener das Interesse an ihrem Freibad verloren haben, glaubt Jens Vatheuer aber nicht: „Gästezahlen sind bei Freibädern zu 90 Prozent wetterabhängig. Erst am dritten Sonnentag in Folge kommen die Leute ins Freibad.“ Längere Hitzeperioden gab es 2014 kaum.

An der Preisschraube gedreht

Spekulationen ums Aus des in die Jahre gekommenen Freibads schiebt Vatheuer beiseite: „Wir wollen Oberhausens einziges Freibad jedes Jahr geöffnet halten.“ Geld für größere Investitionen gebe es derzeit allerdings nicht.

Schon 2014 hat die Revierpark-Leitung an der Preisschraube gedreht und viele Rabatte und Vergünstigungen beim Solbad- und Sauna-Besuch gekappt. Seit dem 1. Januar 2015 sind die Eintrittspreise zudem gestiegen – aktuell zahlen Erwachsene zehn Euro für einen Tag im Solbad bzw 17 Euro, wenn auch die Sauna zum Wellness-Programm gehört. Die Preiserhöhung rechtfertigt Vatheuer mit steigenden Personal- und Energiekosten: „Das ist für jeden Besucher nachvollziehbar.“ Über Beschwerden oder abtrünnige Gäste seit der Erhöhung zum Jahreswechsel könne er nichts berichten.