Radler schätzen alte Werk-Trassen

Seit 2007 gilt die früheren Hoag-Bahntrasse als besonders beliebter Rad- und Spazierweg in Oberhausen. Foto:Tom Thöne
Seit 2007 gilt die früheren Hoag-Bahntrasse als besonders beliebter Rad- und Spazierweg in Oberhausen. Foto:Tom Thöne
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Was wir bereits wissen
Sie führt in knapp einer Stunde aus der geschäftigen Großstadt heraus in einen Kurzurlaub am Rhein: Die über zehn Kilometer lange Hoag-Trasse gehört zu den beliebtesten Fahrradstrecken in Oberhausen. Bei einer WAZ-Umfrage haben Leser die früherer Bahnstrecke, die durchs Grün und bis zur Rheinfähre nach Orsoy führt, als eine der schönsten Fahrradstrecke der Stadt gekürt. Nur Radfahren am Kanal ist schöner.

Oberhausen.. Sie führt in knapp einer Stunde aus der geschäftigen Großstadt heraus in einen Kurzurlaub am Rhein: Die über zehn Kilometer lange Hoag-Trasse gehört zu den beliebtesten Fahrradstrecken in Oberhausen. Bei einer WAZ-Umfrage haben Leser die früherer Bahnstrecke, die durchs Grün und bis zur Rheinfähre nach Orsoy führt, als eine der schönsten Fahrradstrecke der Stadt gekürt. Nur Radfahren am Kanal ist schöner.

Leben im Revier Knapp 1700 Leser aus dem ganzen Ruhrgebiet haben an der WAZ-Umfrage teilgenommen, etwa 78 von ihnen kommen aus Oberhausen. Vor allem Vielfahrer aus dieser Stadt haben Fragen zum Radfahren beantwortet: Drei Viertel der Oberhausener geben an, täglich oder zumindest einmal in der Woche mit ihrem Rad in der Stadt unterwegs zu sein.

Nicht nur zufrieden

Zufrieden mit dem Angebot sind die Oberhausener allerdings nicht. Mehr als die Hälfte der Befragten gab an, aus ihrer Sicht werde in Oberhausen nicht genug für den Radverkehr getan. Nur 25 von 78 sind mit den Arbeiten der Stadt zufrieden. Von Konflikten mit Autofahrern oder Fußgängern kann fast jeder der Befragten berichten. 85 Prozent von ihnen sagen, dass es häufig oder gelegentlich zu gefährlichen Situationen in der Stadt kommt.

Als besondere Gefahrenstellen werden die Hauptverkehrsstraßen in Oberhausen genannt. Dazu gehört an erster Stelle die Mülheimer Straße, die als eine der meistbefahrenen Strecken Oberhausens täglich von 40.000 Autos, Transportern oder Motorrädern genutzt wird. Radwege sind meist auf den Bordsteinen eingezeichnet; beispielsweise zwischen Schwartz- und Tannenbergstraße sehen Leser Probleme. Den Radweg an der Duisburger Straße in Richtung Duisburg bezeichnet ein Befragter als eine regelrechte Katastrophe.

Radverhalten in Oberhausen

An der Osterfelder Straße neben der Autobahnausfahrt beobachtet ein anderer Radler, dass oft rote Ampeln überfahren werden. Am Fachmarktzentrum „Sterkrader Tor“ sehen viele Befragte Probleme – immer wieder klagen auch Fußgänger über fehlende Wege.

Radstrecken hingegen, auf denen keine Straßen überquert werden, sind besonders beliebt. Dazu zählen nicht nur die früheren Werktrassen wie die 2007 eingerichtete Hoag-Trasse, sondern auch das Radeln am Kanal oder an der Rotbachroute.