Puppenbauer näht Oberhausen ein Maskottchen mit vier Fingern

Dirk Trachternach mit seinem Opa Hausen.
Dirk Trachternach mit seinem Opa Hausen.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Dirk Trachternach ist Puppenbauer aus Leidenschaft. Mit dem Opa Hausen hat er Oberhausen in liebevoller Kleinstarbeit ein Maskottchen geschaffen.

Oberhausen.. Er ist einen guten halben Meter groß, hat vier Finger an jeder Hand und vier Zehen an jedem Fuß, Schnurrbart und Knollennase, eine Grubenlampe auf dem Kopf und ist Kumpel durch und durch. Opa Hausen ist das neueste Werk von Puppenbauer Dirk Trachternach. Dem Oberhausener fehlt schon lange ein originelles Oberhausen-Maskottchen – und hat deshalb einfach mal eins selbst gemacht.

Der 36-Jährige baut Puppen aus Leidenschaft. Angefangen hat er vor rund einem Jahr. Der Anlass war kein schöner: Trachternach hat sich bei einem Unfall den Ellenbogen gebrochen. Sein eigentliches Hobby, die Zauberei, musste er einschränken. „Wenn Sie auf der Bühne stehen, brauchen Sie zwei gesunde und bewegliche Arme“, sagt der Osterfelder. Ein neues Hobby musste her.

Alles Unikate, alle von Hand genäht

Puppen habe er immer schon gemocht. „Keine Mädchen-Puppen“, sagt er und lacht. Richtige Handpuppen, wie sie auch Bauchredner benutzen. Im Internet hat er sich die ersten Bastel-Anleitungen besorgt.

Doch die hat er nicht lange gebraucht. Die Vorlagen seiner Puppen macht er längst selbst. Egal ob Zombie Siegfried, Bigfoot-Werwolf Floyd oder das Yeti-Faultier Henk: Alle Figuren entstammen dem Kopf von Dirk Trachternach. Alles Unikate, alle von Hand genäht.

Warum vier Finger pro Hand?

Das kreative Hobby ist für den Osterfelder Ausgleich zum Beruf. Der 36-Jährige arbeitet als Verwaltungsleiter und Prokurist bei einer Computerfirma. „Wenn ich nach einem langen Arbeitstag nach Hause komme, kann ich beim Puppen bauen abschalten.“

Der gebürtige Recklinghäuser, der vor neun Jahren der Liebe wegen hergezogen ist, sagt: „Ich mag das Ruhrgebiet, und ich mag Oberhausen. Und so schnell kriegt mich hier auch keiner mehr weg“. Trachternach wird seinen Opa Hausen in den kommenden Wochen auch offiziell den Oberhausener Touristikern vorstellen.

Eines verbindet Trachternachs altes mit seinem neuen Hobby: Zauberer und Puppenbauer verraten ihre Tricks nicht! Schnittmuster, Nähtechniken, Materialien – alles geheim! Nur eines muss Trachternach erklären: Warum um alles in der Welt hat Opa Hausen nur vier Finger an jeder Hand? „Fünf sähen doof aus“, sagt der Osterfelder. Wegen der Proportionen haben alle Handpuppen nur vier Finger und vier Zehen. So einfach kann’s sein.