Punk-Festival steigt in der Oberhausener Turbinenhalle

So gute Stimmung wie zuletzt bei „Punk im Pott“ in der Turbinenhalle wünschen sich die Veranstalter auch für das Festival „Son of a Bastard“.
So gute Stimmung wie zuletzt bei „Punk im Pott“ in der Turbinenhalle wünschen sich die Veranstalter auch für das Festival „Son of a Bastard“.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Das Spektakel „Son of a Bastard“ kommt nach Oberhausen. Elf Bands stehen auf der Bühne. Auch die Lokalmatadore von Emscherkurve 77 sind dabei.

Oberhausen.. Es wird wieder laut in der Oberhausener Turbinenhalle: Für Samstag, 14. Februar, haben sich gleich elf Bands angesagt. Von 14 Uhr bis tief in die Nacht wechseln sich Streetpunk, Oi! und Ska auf der Bühne ab. Das Festival „Son of a Bastard – The Ride 2015“ wird wieder Hunderte Fans nach Oberhausen locken.

Harte Gitarrenriffs und dröhnende Bässe – dafür stehen die Stilrichtungen Oi! und Streetpunk, Ska bringt Offbeats und ein Hauch Jamaika ins Ruhrgebiet.

Anders als in den vergangenen Jahren wird das Spektakel dieses Mal an einem Tag statt am gesamten Wochenende über die Bühne gehen. Veranstalter ist das Essener Plattenlabel Sunny Bastards. Ein Überblick:

Es darf gepogt werden

Die gute alte Berliner Schule ist beim Festival in der Turbinenhalle auch vertreten. Dafür sorgt die Band Piratenpapst. Grandioser Streetpunk mit massig Singalongs und Pogo-Garantie, versprechen die Veranstalter. Das wird spannend. Start: 14.45 Uhr

Für die Freunde der ganz harten Töne

Es ist ein noch junge Band, die dafür umso lauter daher kommt. Aggressive – der Name ist Programm. Im vergangenen Jahr hat die Band aus dem Ruhrgebiet ihr Debüt gefeiert, als Opener beim vergangenen „Son of a Bastard“-Festival in Oberhausen. Die Platte „Spit Blood“ ist frisch auf dem Markt und dürfte vor allem Freunde der ganz harten Töne freuen. Oi! meets Hardcore, versprechen die Veranstalter. Start: 15.25 Uhr

Längst kein Geheimtipp mehr

Sie galten mal als Geheimtipp. Doch die britische Band Last Rough Cause hat sich in der Szene längst einen Namen gemacht. Wurde auch langsam Zeit für die Oi!- und Punk-Veteranen, wie die Veranstalter sagen. Mit dabei haben die Musiker aus dem schönen Darlington in Nordengland ihr neues Doppelalbum „Subculture“. Den Namen trage die Platte nicht umsonst, heißt es in der Ankündigung. Start: 16.10 Uhr

Chaoten, assi und charmant

Chaoten aus Hamburg hat das Publikum zu erwarten, irgendwie assi und doch charmant. So heißt zumindest die aktuelle Platte der Band Rotz & Wasser:„Assi und Charmant“. Geheult wird beim Auftritt hoffentlich nicht, dafür gefeiert und getanzt. Die vier Hamburger Jungs bringen Oi!, Streetpunk und Ska mit. Die deutschsprachigen Texte können auch Englisch-Muffel mitsingen. Start: 17 Uhr

Laute Musik und viel Erfahrung

The Crack bringen nicht nur laute Musik, sondern auch eine Menge Erfahrung mit nach Oberhausen: 1982 gewannen die Jungs die Fernseh-Show „Battle of the Bands“ in ihrer britischen Heimat. Sieben Jahre später gelang ihnen mit der Platte „In Search Of The Crack” endgültig der Durchbruch. Seitdem sind sie in der Szene unterwegs – und am Samstag auch in Oberhausen mit dabei. Start: 18 Uhr

Viel mehr als nur Fußballfans

Was wäre ein Spiel des RWO ohne sie? Ihr Song „Die Macht vom Niederrhein“ ertönt beim Einlauf der Rot-Weißen, auch nach der Halbzeit-Pause schallt die Musik von Emscherkurve 77 durchs Stadion. Die Oberhausener Street-Punker machen seit 2000 gemeinsam Musik, mittlerweile gelten sie als Urgestein der Szene. Die fünf Jungs können viel mehr als nur über Fußball singen, Reinhören lohnt sich. Start: 19 Uhr

Ska und Reggae seit 20 Jahren

Die Band ist, wenn man den Veranstaltern glaubt, eine „ostdeutsche Ska-Legende“: Die Tornados. Seit 20 Jahren stehen die Musiker auf der Bühne; sie spielen handfesten Ska mit Dampf und eingängigen Melodien. Einflüsse aus Reggae, Jazz und Soul sind nicht zu überhören. Die Tornados haben ihre Sixties-Orgel dabei und hier und da einen schönen Jamaika-Ska im Programm versteckt. Start: 20 Uhr

Zoni ist wieder ein Verlorener Junge

Zurück zu den alten Zeiten: Eigentlich war Sänger Zoni bei den Lost Boyz ausgestiegen, doch in Oberhausen wird er wieder auf der Bühne stehen und das Mikro in die Hand nehmen. „Wir haben ihn vermisst!“, verkünden die Veranstalter. Sie sind also umso stolzer, Verlorene Jungs, beim „Son of a Bastard“-Festival präsentieren zu können. Oi!, wie ihn die Fans aus vergangenen Tagen kennen. Start: 21.05 Uhr

Weniger Mainstream, mehr Punkrock!

Als Retter in der Not erweist sich die Gruppe Soifass: Die Band Gumbles musste die Teilnahme am Festival leider absagen, Soifass springt ein. Der Zeitpunkt könnte passender nicht sein: Die vier Berliner haben eine neue Platte am Start. Weg vom Mainstream wollen sie, haben sie jüngst in einem Interview gesagt, „wieder mehr Punkrock!“ Wie sie das umsetzen, wird beim Festival zu hören sein. Start: 22.05 Uhr

Oi! und Streetpunk, durchaus provokant

Sie wollen provozieren, das erkennt man am Bandnamen. Von politischen Extremen distanziert sich Volxsturm allerdings, mit dem Betoncombo-Cover „Nazis raus!“ setzen sie ein klares Zeichen. Volxsturm hat Oi! und Streetpunk im Gepäck. Start: 23.05 Uhr

Melodischer Punk aus London

Vor drei Jahren waren sie schon einmal in Oberhausen, jetzt machen sich die vier Londoner Musiker von Booze & Glory wieder auf den Weg ins Ruhrgebiet. In der Oberhausener Turbinenhalle kriegen die Fans zu später Stunde noch einmal harten Punk auf die Ohren, der trotzdem melodiös daherkommt. Gibt’s nicht? Gibt’s doch: Melody-Oi!, nennt der Kenner diese Musikrichtung. Start: 0.10 Uhr