Projekt wird zum Zankapfel
19.05.2009 | 18:05 Uhr 2009-05-19T18:05:00+0200
Bert-Brecht-Haus und Saporoshje-Platz sorgen in mehreren Punkten für eine ganze Reihe von Irritationen.
Mit dem Termin der Kommunalwahl, der „ja auch noch gar nicht endgültig” festgezurrt sei, habe das schleunige Verfahren rund um Bert-Brecht-Haus und Saporoshje-Platz „wirklich nichts” zu tun, betont Kulturdezernent Apostolos Tsalastras. Damit reagiert er auf den Bericht in der NRZ vom Dienstag und unterstreicht: „Wir müssen bis Ende 2010 mit allen Bauarbeiten fertig sein, darum müssen wir so schnell machen.”
In der Ratssitzung am 30. März war die Prioritätenliste zur Abarbeitung der Maßnahmen im Konjunkturpaket II festgelegt worden – mit besagten Umbauvorhaben. Danach habe man intensive Gespräche mit Volkshochschule und Stadtbibliothek geführt, „um deren Bedarfe zu ermitteln und zusammenzuführen”. Auf vorhandene Pläne zum Brecht-Haus-Umbau könne man nicht zurückgreifen, sagt Tsalastras: „Da war an ein zusätzliches Treppenhaus und einen zusätzlichen Aufzug gedacht worden, das können wir uns mit den jetzt zur Verfügung stehenden Mitteln einfach nicht mehr leisten.” Insgesamt sieht er die Nutzer des Hauses „hinreichend” in die Planung integriert.
Linke Liste beschwert sich
Genau das bestreitet vor allem die Fraktion Linke Liste vehement. Kultursprecher Frank Dittmeyer: „Es geht um eines der angesehensten Gebäude der Region. Da müssen die Bürgerinnen und Bürger das Recht zur Mitsprache haben.” Die Fraktion schrieb gestern zudem einen offenen Brief an OB Wehling, Baudezernent Klunk und OGM-Chef Schmidt, in dem sie sich darüber beschwert, dass die OGM-Ideenskizze zum Bert-Brecht-Haus nicht herausgegeben werden darf – sie war der SPD-Fraktion bei einem Ortstermin während der Osterferien noch gezeigt worden.
Ärger gibt es auch um die Jury, die aus dem Ergebnis eines Architekten-Kolloquiums den besten oder genehmsten Entwurf ermitteln soll: Für die Kommunalpolitik waren ursprünglich SPD-Kultursprecher Manfred Flore und Kulturausschussvorsitzender Daniel Schranz (CDU) eingeladen. Schranz sagte aus Termingründen ab, nun wird ihn der CDU-Kreisvorsitzende Wilhelm Hausmann vertreten.
Das scheint dem nicht ganz recht zu sein: Als Architekt ist er zwar kompetent, aber die alten Umbaupläne stammen von ihm! „Wir haben kein Stimmrecht”, begründet er, warum er doch in die Jury geht.
Zu den vier Architekten-Büros, die die Verwaltung zur Teilnahme aufgefordert hat (zwei aus Essen, je eins aus Köln und Oberhausen) zählt mit dem ASU-Planungsbüro Ulrich Dratz jenes, das in der Stadt sicher über die reichste Erfahrung verfügt: Es baute auch die Luise-Albertz-Halle und den Saporoshje-Platz um.

19:41
@Jörg:
Wieso ein Parkhaus? In der Oberhausener Innenstadt geht sowieso kaum jemand einkaufen. Dies ist bei den Öffnungszeiten auch nicht verwunderlich.Ein normaler Arbeitsnehmer müsste Urlaub nehmen (!) , um in Oberhausen einen Einkaufsbummel zu starten.
11:12
Eine sinnvolle Verwendung für den Platz?
Komplett einen Parkplatz draus machen!
Davon würden dann auch anliegendes Gewerbe, das Bert Brecht Haus und die Landfermannstr. profitieren.
Das Gelds was man dann an dieser Städtebaulichen Totgeburt spart kann man hervorragend in den Friedensplatz investieren.
08:54
Dieser ******* Platz, als wemnns nix wichtigeres gäbe...
wenn sich dort einer hinsetzen will, dann tut der das auch jetzt schon...
man müsste nur endlich mal dafür sorgen, daß nicht jeder idiot seinen Köter, dort hinscheissen lässt..
das wäre alles