Pro Familia fordert kostenlose Kondome für Arme
21.07.2011 | 17:52 Uhr 2011-07-21T17:52:00+0200
Oberhausen. Pro Familia prangert an: Der Staat bezahlt Armen und Geringverdienern in der Regel keine Verhütungsmittel mehr. Allerdings gibt es einen zinsfreien Kredit für die Spirale und auch ein Schwangerschaftsabbruch wird unterstützt.
Arm, aber kinderreich? Die wachsende Armut in der Bevölkerung besorgt das Team der Oberhausener Beratungsstelle „Pro Familia“. „Die schwierige finanzielle Lage der Schwangeren ist zunehmend ein Thema in unserer Schwangerschaftsberatung“, sagt die stellvertretende Leiterin Dr. Christine Gathmann. Rund 1000 Beratungen führt Pro Familia jährlich durch, etwa die Hälfte (469) beschäftigen sich mit Schwangerschaftskonflikten.
Zu wenig Informationen
Der Anteil von Menschen, die Hartz IV beziehen, spielt dabei eine immer größere Rolle: Es sind - je nach Art der Beratung - zwischen 20 und 50 Prozent. Darunter sind viele Fälle, in denen Leistungen zu gering berechnet wurden, mahnt Gathmann, in anderen Fällen mangelt es an Transparenz: So werden viele Bedürftige nicht informiert, dass sie beim Jobcenter einen zinslosen Kredit für bestimmte, teure Verhütungsmittel wie die Spirale bekommen können.
Verunsicherung und viele Anfragen gibt es aus Oberhausener Kindergärten, sagt Susanne Kaltwasser: „Sie fragen nach der Grenze, wann harmlose Doktorspiele unter Gleichaltrigen aufhören und sexuelle Übergriffe beginnen.“ Hintergrund dürften die bundesweit immer wieder auftretenden Fälle sexuellen Missbrauchs sein. Dieses Thema werde in der Ausbildung von Erziehern kaum vermittelt, so Kaltwasser.
Tragischer wirke sich allerdings der niedrige Bemessungssatz bei der Verhütung aus, gibt die Medizinerin an. Das Geld für die Pille oder Kondome fehlt in der Haushaltskasse und die Kosten werden in Oberhausen nicht übernommen. Das wirke sich leider zunehmend auf die Zahl der ungewollten Schwangerschaften aus. Betroffen sind ebenso Geringverdiener. Die Verhütung auf Staatskosten ist dabei nicht unmöglich. „Es gibt Städte wie Gladbeck, in denen etwa Kondome noch vom Sozialamt bezahlt werden“, wendet der Oberhausener Pro-Familia-Leiter Andreas Müller ein.
Dabei treibt die augenblickliche kommunale Regelung in seinen Augen widersprüchliche Blüten. Denn die Pille bezahlt man nicht, aber man unterstützt finanziell durchaus einen Schwangerschaftsabbruch, weil dieses Geld aus einem anderen Finanztopf stammt.
Abbruch wird bezahlt
Die Frage, ob arme Menschen ungewollt schwanger werden, dürfe aber nicht abhängen, wo sie wohnen, kritisiert Müller. „Eine wenigstens landesweite Lösung für alle wäre sinnvoll.“
Die Jahresbilanz von Pro Familia zeigt aber auch positive Entwicklungen auf: Zum einen gibt es in der Einrichtung mehr Kontinuität im Personalbereich, man arbeitet außerdem kostendeckend und konnte zumindest einen Teil der Beratungsräume an der Bismarckstraße 3 renovieren.
Die recht neue Stelle von Diplom-Pädagogin Susanne Kaltwasser - sie beschäftigt sich mit sexuellem Missbrauch - ist ebenfalls ausgelastet: 179 Eltern, 87 Fachkräfte und 296 Schüler konnte sie in ihren regelmäßigen Workshops und in 72 Beratungen bereits erreichen.

09:47
Die Pille kostet im Monat knapp 9 EUR , da sollte man dann evtl. mal auf andere Dinge verzichten,...
09:43
SchADE
19:53
Ich glaub es nicht!!! Als Katholik will ich mit meinen Steuergeldern keine Kondome bezahlen
Geht´s noch? Ich könnte denen ein paar kostenfreie Möglichkeiten aufzeigen um ihre Lust auszuleben, ohne dem Steuerzahler noch mehr auf der Tasche zu liegen.
Zur Not sollen sie in ein ganz bestimmtes Körperteil einfach einen Knoten machen und kalt duschen.
18:37
Der Staat ist doch nicht dafür da alles zu bezahlen
18:23
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17:55
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17:32
[Och, wenn Sie anfangen, ohne Unterstellungen und Beleidigungen zu formulieren, lassen wir Sie auch öfter drin. - Gruß Moderation]
#43 von flateric17 , am 22.07.2011 um 13:14
Wo habe ich denn beleidigt??
Ooocchhh Sie sind ja so verständnisvoll. WackelwackelmitdemKopf.
15:07
Hallo
Ich war 3 jahre lang Hartz 4 Empfänger und kenne daher beide Seiten.
Aber mal ehrlich was soll der Staat den noch alles bezahlen? Kondome kann man sich bei solchen Einrichtungen wie Profamilia oder der Aids Hilfe kostenlos besorgen wenn man den dann wirklich so arm ist das man sich das nicht leisten kann !
14:58
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14:45
Ich kenne auch genug die Hartz 4 bekommen jede Woche zu Tätowieren rennen sich immer neue Piercings machen Rauchen wie die Schlote Kohle für Internet und Flachbild Fernseher und immer zu Trinken haben...aber kein Geld für die Pille....
Ja ja und die Erde ist eine Scheibe....
Die so genannte Unterschicht erkennt man an Blödsinnigen Proll Tattoos gepiercte Fratze Dick die frauen und ein Hansel der 50 Kilo wiegt mit Ed Hardy Klamotten der den Kinderwagen schiebt und keine Zähne im Esszimmer....
Und zahlen muss das alles wer arbeiten geht....
Eine Frisöse die nur 800 Euro bekommt muss auch alles selber bezahlen....