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Praktikanten im Streifenwagen

14.02.2012 | 18:29 Uhr
Praktikanten im Streifenwagen
Der Polizeibeamte Ralf Henkemeyer hat Katharina Michalopoulos, Alena Krönert und Niels Buttke vom Elsa-Brändtström-Gymnasium Schulpraktikums bei der Oberhausener Polizei begleitet. Foto: Ulla Emig

Oberhausen.  Die Oberhausener Polizei wirbt verstärkt um Nachwuchs mit Migrationshintergrund. Und tatsächlich waren zwei von drei Praktikanten in den vergangenen Monaten junge Leute, deren Eltern noch einer anderen Nationalität angehören. Die Polizeiarbeit kannten die Schüler zuvor nur aus dem Fernsehen.

So wie zuletzt Alena Kröhnert (15), deren Familie ursprünglich aus Russland stammt. Und Katharina Michalopoulos (14), deren Mutter griechische Wurzeln hat. Die beiden Schülerinnen und der dritte Praktikant im Bunde, Niels Buttke (14), begeistern sich alle für die Polizeiarbeit. Das zweiwöchige Praktikum bestärkte die Schüler des Elsa-Brändström-Gymnasiums noch in ihrer positiven Sicht des Jobs bei der Polizei.

„Das ist einfach mein Traumberuf“, sagt Alena Kröhnert. Dabei kannte sie Polizeiarbeit bis zu ihrem Praktikum eigentlich nur aus dem Fernsehen. Die Realität war für sie nicht minder spannend. „Ich kann nichts Negatives über die Zeit hier sagen“, erklärte die Schülerin. Was sie erstaunte: „Vor der Polizei hat man doch Respekt, die Beamten gelten als streng, aber hier sind die alle total freundlich.“

Für Katharina Michalopoulos ging ein kleiner Traum in Erfüllung. „Ich wollte schon immer mal Streifenwagen fahren“, sagt sie. Sie wünscht sich auf jeden Fall einen Beruf , in dem sie mit Menschen zu tun hat. „Nichts, wo man einfach nur im Büro sitzt“, sagt die Schülerin.

Niels Buttke hat sich für dieses Praktikum entschieden, „weil es ein Beruf ist, der mich anspricht, der so abwechslungsreich ist.“

Großer Polizei-Einsatz nach Einbruch in ein Juweliergeschäft

So abwechslungsreich wie möglich versucht die Polizei dann auch die 14 Tage für ihre Praktikanten zu gestalten. „Sie lernen täglich eine anderen Dienststelle kennen“, sagt Polizeisprecher Axel Deitermann. So haben auch die Drei den Streifen- und Bezirksdienst, die Arbeit in der Einsatzleitstelle oder in verschiedenen Kommissariaten kennengelernt. Ob man dann so richtig viel erlebt, hängt ein bisschen vom Glück ab. Eine sehr spannende Zeit habe ein Praktikant gehabt, der beim Polizeieinsatz nach dem großen Einbruch in ein Juweliergeschäft im Centro dabei war.

Übrigens: Wer ein Praktikum bei der Polizei machen möchte, darf selbst noch nicht polizeilich in Erscheinung getreten sein. Grundvoraussetzungen für eine spätere Ausbildung sind Abitur, Führerschein, Sport- und Schwimmabzeichen.

Andrea Micke

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