Polizisten haben Überfall auf der Knappenhalde in Oberhausen wohl vorgetäuscht
23.08.2011 | 14:41 Uhr 2011-08-23T14:41:00+0200
Oberhausen. Der brutale Überfall auf zwei Polizisten in Oberhausen hat so nie stattgefunden. Die beiden Beamten, die bei der vermeintlichen Attacke schwer verletzt wurden, sollen den Angriff vorgetäuscht haben. Gegen sie ermittelt jetzt die Staatsanwaltschaft.
Es war eine hinterhältige Tat, die in der Oberhausener Bevölkerung viel Betroffenheit hervorgerufen hatte. Unbekannte Täter sollten es gewesen sein, die Mitte Juni zwei Polizisten auf der Knappenhalde zusammen geschlagen hatten. Nun steht fest, dass dieser brutale Überfall auf die beiden Beamten so nie stattgefunden hat.
Die beiden 33 und 39 Jahre alten Polizisten, die an dem Abend des 14. Juni wegen Drogengeschäften zu der Halde ausgerückt waren, wurden bei diesem Vorfall schwer verletzt. Zu Protokoll gaben sie damals, dass mehrere Täter sie mit harten Gegenständen hinterrücks angegriffen hätten. Einer der beiden Männer musste wegen schwerer Kopfverletzungen auf der Intensivstation behandelt werden. Die Beamten konnten mittlerweile ihren Dienst aber wieder aufnehmen.
Beide Beamte sind vom Dienst suspendiert
Nach dem vermeintlichen Überfall hatten Staatsanwaltschaft und Polizei eine Ermittlungskommission gegründet, die die Vorkommnisse auf der Halde untersuchen sollte. Noch Mitte August erklärte Staatsanwalt Detlef Nowotsch, von den Tätern fehle jede Spur. Auch der Anrufer, der die Drogengeschäfte der Polizei gemeldet hatte, wurde trotz intensiver Suche nie gefunden. Stattdessen waren die Polizisten selbst ins Visier ihrer Kollegen geraten. „Die konsequenten Ermittlungen haben zu dem Verdacht geführt, dass die Polizeibeamten den Überfall vorgetäuscht haben“, so Staatsanwalt Nowotsch. Gegen die beiden Polizisten, die bis zur abschließenden Klärung vom Dienst suspendiert sind, hat die Behörde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Über die Motive der beiden Beamten und ob bzw. wie die Polizisten sich gegenseitig verletzt haben, schweigt sich die Staatsanwaltschaft jedoch aus. Man stehe erst am Anfang der Ermittlungen.
Nach diesem Überfall und der Messerattacke auf zwei Polizisten in Gelsenkirchen, der mutmaßliche Täter ist aber bereits gefasst, wurde die zunehmende Respektlosigkeit , fehlende Anerkennung staatlicher Institutionen sowie eine niedrige Hemmschwelle bei der Gewaltanwendung gegenüber Polizisten festgestellt. (mawo/WE)

21:38
@39 von vaccadiekuh
#38 ich verstehe nicht, was Sie sagen wollen.
Lesen Sie #31, auf den ich geantwortet habe, dann dürfte es klarer werden.
20:38
Beide Beamte sind vom Dienst suspendiert!
Bei welchen Bezügen?
20:24
Nur zur Erklärung, Querschnitt der Bevölkerung bedeutet: es gibt dort Arme und Reiche, Dummme und Schlaue, Faule und Fleißige, Migranten und Deutsche usw.
#38 ich verstehe nicht, was Sie sagen wollen.
20:14
@31 von xyz-ungeloest
Das ist doch Humbug.
Wenn da nichts dran wäre, warum sollte dann so eine Meldung herausgegeben werden?
Es gibt in jeder Berufssparte auch Vollidioten, warum nicht auch bei der Polizei?
Es ist genauso bescheuert, von diesem Vorfall auf alle Polizisten zu schließen wie die beiden reflexartig in Schutz zu nehmen, nur weil es Polizisten waren.
19:59
Auch ich finde, dass Polizisten eine Vorbildfunktion haben und daher härter bestraft werden sollten, wenn sie Straftaten begehen. Aber, man sollte nicht vergessen: Polizisten sind auch nur ein Querschnitt der Bevölkerung.
Sollten die Beamten sich wirklich selbst Schaden zugefügt haben, um dadurch Vorteile zu erlangen, müssen sie aus dem Dienst entfernt werden.
19:18
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19:06
Wenn es DIE Muslime nicht gibt, gibt es DIE Polizisten auch nicht. Insofern ist die Frage nach Respekt blödsinnig - ist doch auch hier nur ein bedauerlicher Einzelfall.
Erschreckender fände ich die Bereitschaft zweier Menschen, sich einvernehmlich zugunsten finanzieller Vorteile körperlich zu verstümmeln.
Wie krank ist das denn?
19:02
Es ist schon erstaunlich.
Im gleichen Maße wie in den Kommentaren hier sonst bei Straftaten beliebig vorverurteilt wird, Das war doch sowieso jemand aus Bevölkerungsgruppe X und Verdächtige ohne Umschweife als Schuldige dargestellt, wird hier auf einmal besondere Rücksichtnahme auf die beteiligten Polizisten verlangt.
Am liebsten wäre es manchen wohl, wenn der Fall nun völlig unter den Tisch gekehrt würde. Ist ja scheinbar kein Ausländer gewesen, von daher auch nicht so wichtig ...
Nicht dass das jetzt falsch verstanden wird: Auch Polizisten haben das Recht auf eine rechtsstaatliche und faire Behandlung. Auch Polizisten dürfen nicht vorverurteilt werden. Aber es darf eben auch nicht sein, dass eventuell von Polizisten begangene Straftaten unter den Teppich gekehrt werden. Nur weil Polizisten einen zugegebenermaßen schweren Job haben, stehen sie nicht über dem Gesetz. Ganz im Gegenteil, Polizisten müssen sich ganz besonders genau an Gesetze halten, weil sie eine Vorbildfunktion haben.
Und wenn jetzt hier angedeutet wird, dass die beiden Polizisten nur ein Bauernopfer oder Sündenbock sind, weil Ermittlungsergebnisse gefordert waren, kann man sich einfach nur noch wundern. Als ob die Polizei zwei ihrer eigenen Leute opfern würde, nur damit sie in der Öffentlichkeit im rechten Licht steht!
18:43
Kaum zu glauben aber wahr, jetzt hauen die sich gegenseitig die Fratzen ein.
Wie soll man da noch vor denen Respekt haben?
18:31
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,781952,00.html
dieser Artikel fegt viell. ein paar Fragezeichen weg.
#30 von Blubberkopf , am 23.08.2011 um 18:11
Welcher Artikel stimmt den nun ?
der vom Spiegel oder von Derwesten ?