Polizei warnt vor Enkeltrick-Serie

Gerade in den dunklen Wintertagen und zum Jahreswechsel treiben kriminelle Banden von Trickbetrügern nach Beobachtung der Oberhausener Polizei und Seniorensicherheitsberater ihr Unwesen: Sie sind per Telefon auf der Suche nach Opfern. Kürzlich reagierten gleich sechs verschiedene ältere Bürger genau richtig, lobt die Polizei. Sie riefen sofort ihre Verwandten zurück und informierten die Ordnungshüter.

Der Trick läuft immer gleich ab: Die Betrüger geben sich am Telefon als enge Verwandte (beispielsweise als Enkel) aus. Sie lügen, sie würden in einer dringenden finanziellen Notlage stecken und wollten von den Großeltern nur einen hohen Geldbetrag geliehen haben. Das Bargeld solle dann an eine unbekannte „Vertrauensperson“ übergeben werden, da der Anrufer selber angeblich verhindert sei.

Beim Oberhausener Betrugskommissariat meldeten Senioren im Alter zwischen 65 und 90 Jahren die perfiden Betrugsversuche. Alle reagierten richtig: Sie riefen direkt nach den verdächtigen Anrufen unter den ihnen bekannten Telefonnummern ihre Kinder an.

Bei diesen Kontrollanrufen stellte sich schnell heraus, dass in keinem Fall der Enkel bei Oma oder Opa angerufen hatte, sondern Kriminelle versucht hatten, sie zu betrügen.

Die Oberhausener Kriminalkommissare empfehlen jüngeren Familienmitgliedern, vorsorglich ihre Eltern und Großeltern über die Verfahrensweise beim sogenannten Enkeltrick zu warnen und sie aufzuklären. „Es gibt erfolgreiche Verhaltensweisen, um Trickbetrüger zu erkennen. Stellen Sie Kontrollfragen, zum Beispiel nach dem Namen der Ehefrau oder der Kinder des Anrufers oder fragen Sie nach dem Namen seiner Mutter oder seines Vaters“, rät die Polizei.