Polizei Oberhausen warnt vor Gefahren im Netz

Die Oberhausener Polizei will Kindern und Jugendlichen helfen, sich vor den Gefahren der digitalen Medien zu schützen.
Die Oberhausener Polizei will Kindern und Jugendlichen helfen, sich vor den Gefahren der digitalen Medien zu schützen.
Foto: picture alliance / dpa
Was wir bereits wissen
Kriminalhauptkommissarin Yvonne Thiel informiert Schüler, Lehrer und Eltern darüber, wie man sich vor den Gefahren digitaler Medien am besten schützt.

Oberhausen.. Immer mehr Schulen wenden sich an Kriminalhauptkommissarin Yvonne Thiel vom Kommissariat Kriminalprävention. Der Hintergrund: Lehrer, Eltern und besonders auch Schüler wollen über die Gefahren digitaler Medien aufgeklärt werden.

So sind Schüler im Alter von 14 bis 21 Jahren, die Yvonne Thiel in erster Linie informiert, strafmündig und verantwortlich, wenn sie etwa Musik aus dem Netz herunterladen, die nicht freigegeben ist. Abgestimmt auf die individuellen Wünsche der Schulen bietet die Kriminalhauptkommissarin Info-Blöcke zu Urheberrechtsverletzungen durch Up- und Downloads von Musik und Filmen aus dem Netz sowie zur Verwendung von Fotos an. Außerdem spielen Beleidigungen, Verleumdungen oder üble Nachrede eine große Rolle. Genauso wie Cybermobbing, Jugendschutz oder Onlinesucht.

Das Cybermobbing ist auf dem Vormarsch. Das sagt Werner Nakot, stellvertretender Leiter des Jugendkommissariates. Er nennt das Beispiel einer 15-Jährigen, die einem Jungen, den sie für sich gewinnen wollte, intime Fotos von sich schickte. Der Junge verbreitete die Fotos im Netz. Das Mädchen, das deshalb Beleidigungen und Beschimpfungen erdulden musste, vertraute sich seinen Eltern an. Die gingen zur Polizei.

„Google ist nichts für Kinder“

Grundsätzlich ist es immer gefährlich, vertrauliche Daten ins Netz zu stellen. Besonders jüngere Kinder sehen diese Gefahren meist nicht. In letzter Zeit wenden sich deshalb immer mehr Grundschulen an das Kommissariat. Denn schon Grundschüler werden von ihren Eltern mit einem Smartphone ausgerüstet. „Wenn sie damit noch freien Internetzugang haben, ist das wie Spielen auf der Bundesautobahn“, sagt die Kriminalbeamtin. Sie rät Eltern zudem unbedingt zu einer vernünftigen Kinderschutzsoftware für das Smartphone, um Kinder vor gefährlichen Inhalten oder Kostenfallen zu schützen. Eine Frage sei auch die nach einer kindgerechten Suchmaschine. „Google ist nichts für Kinder“. Eine Suchmaschine mit jugendfreien Inhalten sollte gewählt werden. Eltern sollten auch immer im Blick haben, auf welchen Foren sich die Kinder bewegen. Im Grunde sei das alles, wie im richtigen Leben. „Da schickt man auch keinen Sechsjährigen allein mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Dortmund.“

An den Grundschulen sind es ausschließlich Lehrer und Eltern, die sie informiert. „Die Kinder sind einfach noch zu jung“, sagt Yvonne Thiel. Umso wichtiger ist es aber, dass Eltern die Sicherheitsprobleme eines Smartphones mit ihrem Kind besprechen.