Pizza für die Schülerlotsen
20.06.2007 | 08:45 Uhr 2007-06-20T08:45:47+0200VERKEHR. Kleine Belohnung nach einem Jahr Arbeit im Ehrenamt. Keine Unfälle an der Ulmen-, Forst-, und Elpenbachstraße.
Ob es nun regnet oder schneit, morgens um halb sechs muss Raphael raus. Der fünfzehnjährige ist wie 27 andere ein Jahr lang Schülerlotse gewesen. Sein Job: Den jüngsten Mitschülern sicher über die Straße helfen. Am Dienstag wurde den Verkehrshelfern gedankt. Von der Polizei, der Stadt Oberhausen und der Verkehrswacht. Und "im Namen aller Oberhausener Eltern", wie Harry Wenzlow von der Polizei betonte. Mit seinem Kollegen Willi Taubler betreut er alljährlich die Schülerlotsen. Es sei der Verdienst der Ehrenamtlichen, dass es an den Lotsenstellen an der Ulmen-, Forst- und Elpenbachstraße seit Jahrzehnten zu keinem Unfall mehr gekommen sei.
Wie alle Schülerlotsen musste auch Raphael erst einen Lehrgang bestehen, es geht "schließlich um einige Verantwortung im Straßenverkehr". Seine Motivation ist es, "einfach was zurückzugeben, schließlich ist uns früher auch im Verkehr geholfen worden". Das kommt nicht bei allen seiner Mitschüler auf der Hauptschule Lirich gut an, aber es sind die wenigsten, die sein Engagement "irgendwie peinlich" finden. Für die Ehrenamtler gab es natürlich mehr als einen Händedruck: Nach der allseits beliebten Besichtigung der Zellen im Polizeipräsidium am Friedensplatz ging es zum gemeinsamen Pizza essen, dass geht schließlich auch bei 30 Grad. Zum Abschluss konnten die Lotsen ihre ersten eigenen Erfahrungen als Kraftfahrer sammeln: Auf der Kartbahn.

0mitdiskutieren